Seit 1998 die allerersten Frauen beim Bundesheer einrückten, hat sich schon vieles getan. Dennoch arbeitet Verteidigungsministerin Klaudia Tanner (ÖVP) unermüdlich daran, den weiblichen Anteil von erst vier Prozent unter den Soldaten künftig gehörig zu heben.
Fünf aktive Soldatinnen saßen am Dienstag im Verteidigungsministerium an der Rossauer Lände in Wien. Alle erzählten, wie bereichernd das Heer sei, wie viele Möglichkeiten es biete. Sie wollen gezielt Frauen für den Job, in dem es keine ungleiche Bezahlung gebe, anwerben. Doch Ministerin Tanner weiß: Der Weg dorthin wird noch ein langer. „Alles einmal pro Jahr rosa anzustreichen“ reiche nicht. Man müsse hart daran arbeiten, dass die Zahl von 672 Soldatinnen deutlich steige.
Frauenanteil "nachhaltig“ steigern
Um das Ziel zu erreichen, sollen Förderungspläne umgesetzt und neue Maßnahmen implementiert werden. Neben Schnupper- und Infotagen (auch für Schülerinnen) stehen nun Mentorinnenprogramme und eine Fitness-App, die bei der Erreichung von Leistungszielen helfen soll, im Vordergrund. Ende April startet eine neue Werbekampagne, um - so Tanner - den Frauenanteil endlich „nachhaltig und kontinuierlich“ zu steigern.
Kronen Zeitung
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