30.03.2021 09:56 |

Sechs Euro pro Dosis

Italien startet in Apotheken mit Covid-Impfungen

Die italienische Regierung will ab Ende April Menschen auch in den Apotheken impfen lassen. Dort dürfen lediglich Personen geimpft werden, die keine gesundheitlichen Probleme haben. Für jede gespritzte Dosis bekommen die Apotheken sechs Euro. „Die flächendeckende Impfkampagne ist der Schlüssel, um dieser schwierigen Zeit ein Ende zu setzen“, so Gesundheitsminister Roberto Speranza.

„Mit den Impfungen in den Apotheken unternehmen wir einen weiteren wichtigen Schritt, um die Kampagne zu beschleunigen“, betonte er. Ein entsprechendes Abkommen unterzeichnete Speranza mit dem Pharmazeutenverband und den Regionen.

1990 Impf-Stellen im Land
In Italien beteiligen sich Apotheken schon lange am Testen. Online können dort Termine etwa für Corona-Schnelltests vereinbart werden, die dann oft in einem Zelt oder Container vor der Apotheke erfolgen. Bisher gibt es landesweit rund 1990 Stellen, an denen geimpft wird. Drei Millionen Dosen sollen laut APA bis Ostermontag geliefert werden, wichtig sei, dass in kürzester Zeit so viele Menschen wie möglich geimpft werden, so Regierungskommissar Francesco Figliuolo.

Nach Biontech/Pfizer, Moderna und AstraZeneca kann Italien ab Mitte April mit einem weiteren Impfstoff rechnen. Laut Medienberichten wird der US-Pharmakonzern Johnson & Johnson am 16. April mit seinen Lieferungen beginnen. Das Land erwartet im zweiten Quartal mehr als 50 Millionen Dosen und über 80 Millionen im dritten Quartal. Ab Herbst könnte die Produktion des italienischen Impfstoffes ReiThera beginnen.

Geschäftsinhaber fordern Öffnung der Betriebe
Die Kampagne IoApro („Ich öffne“) startete am Sonntag erneut auf dem Platz Della Scala in Mailand, um eine Wiedereröffnung aller Aktivitäten am 7. April zu fordern (siehe Video oben). Das Ziel der Tour ist es, sich auf Plätzen zu versammeln und das Bewusstsein für die Folgen der Nichtöffnung von Restaurants, Theatern, Bars und Fitnessstudios zu schärfen und auf eine Wiedereröffnung bis zum 7. April zu drängen.

Mara Tremschnig
Mara Tremschnig
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