Global Brands Group wurde Anfang 2005 zum Hauptlizenznehmer der FIFA für Fanartikel, unter anderem für Produkte der WM-Turniere 2010 und 2014. Jedes Unternehmen, das etwa T-Shirts zur WM oder mit dem FIFA-Logo verkaufen wollte, musste bei GBG eine Lizenz dafür erwerben.
Zuvor hatte die FIFA solche Lizenzen über einzelne Agenten vergeben. Die Lösung mit einem Hauptlizenznehmer, welcher der FIFA die gesamten Rechte abkauft und alle Verträge eigenständig aushandelt, sollte einen weltweit einheitlichen Auftritt garantieren, wie die FIFA auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda mitteilte.
FIFA schweigt zur Höhe des Schadens
Die Strategie ist jedenfalls vorerst nicht aufgegangen. "Die FIFA erhielt erst kürzlich Kenntnis von der finanziellen Situation von GBG", bestätigte der Verband schriftlich die Recherchen der "Handelszeitung" vom Mittwoch. Die FIFA bedauere den Konkurs des Unternehmens, vor allem auch für dessen Mitarbeiter. Abgesehen von den finanziellen Folgen beschädige der Vorfall auch den Ruf der Marke FIFA "schwer", heißt es weiter. Keine Angaben machte die FIFA über die Höhe des finanziellen Schadens.
Der Vertrag mit GBG sah aber laut FIFA einen "bedeutend tieferen" Minimalbetrag vor als die FIFA mit Lizenzen für die WM 2006 in Deutschland eingenommen hatte. Die Einnahmen betrugen laut "Handelszeitung" damals 53 Millionen Franken (42,4 Millionen Euro). GBG sollte die Möglichkeit erhalten, sein Geschäft aufzubauen, begründete die FIFA.
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