19.03.2021 13:36 |

Zu viele Gäste

Norwegens Regierungschefin feierte Corona-Partys

Keine gute Vorbildrolle hat die norwegische Ministerpräsidentin eingenommen: Erna Solberg feierte ihren runden Geburtstag Ende Februar in größerem Familienkreis - obwohl sie damit gegen die geltenden Corona-Vorschriften verstieß. Nun entschuldigte sich die Regierungschefin: „Ich hätte es besser wissen müssen.“

Wie in den meisten Ländern ist die Gästeanzahl bei Festen in Norwegen streng limitiert. Es dürfen sich nicht mehr als zehn Personen treffen. Doch Solberg hatte anlässlich ihres 60. Geburtstages gleich zwei Events im Skiort Geilo organisiert, die zu groß zu Pandemie-Zeiten angelegt waren.

Eine der Partys fand in angemieteter Wohnung statt
Die erste Feier fand in einem Restaurant statt - obwohl die Regierungschefin wegen Augenproblemen selbst nicht dabei war, überschritt die Teilnehmerzahl die erlaubte Obergrenze für solche Versammlungen. Beim Sushi-Essen in einer gemieteten Wohnung Tags darauf kam es zum zweiten Corona-Verstoß.

Solberg: „Hätte die Regeln besser kennen müssen"
Dafür entschuldigte sich Solberg am Donnerstagabend. „Ich hätte es besser wissen müssen“, sagte sie dem Rundfunksender NRK. „Ich, die anderen jeden Tag von Infektionsschutz erzählt, hätte die Regeln besser kennen müssen.“ Die Wahrheit sei aber, dass sie die geltenden Regelungen nicht gut genug geprüft habe. Ihren Fehler bedauerte sie später auch noch einmal in einem langen Beitrag auf Facebook. „Es tut mir leid, dass meine Familie und ich gegen die Corona-Vorschriften verstoßen haben. Das hätte nie passieren dürfen“, schrieb sie.

Die norwegische Polizei hat auf Basis der Medienberichte und von Solbergs eigenen Aussagen nun eine Nachforschung eingeleitet. Dabei soll untersucht werden, ob gegen die nationalen oder lokalen Vorschriften zum Infektionsschutz verstoßen worden ist, wie die Polizei am Freitag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mitteilte.

Quellen: APA/dpa

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