16.03.2021 05:48 |

„Krone“-Interview

Schwarz: „Und dann hat sich der Knoten gelöst“

Nach der Erfüllung eines „Kindheitstraums“ plauderte Marco Schwarz mit der „Krone“ über den harten Weg zur Slalom-Kristallkugel. „Auf diesem Weg war mein erster Slalom-Sieg letzten Jänner in Adelboden ein absolutes Schlüsselerlebnis. Und dann hat sich irgendwie der Knoten gelöst“, so der ÖSV-Athlet.

„Krone“: Marco, du hast schon viel gewinnen dürfen mit erst 25 Jahren. Wie fühlt sich mit ein wenig Abstand der Sieg im Slalom-Weltcup an?
Marco Schwarz: Es ist ganz klar der bisher größte Erfolg meines Sportlerlebens. Ein Kindheitstraum ist in Erfüllung gegangen. Wenn du eine Kristallkugel holst, ist sie das Symbol, dass du eine ganze Saison lang der konstanteste und beste Fahrer warst.

Wie schwierig war die Lage mit deinem Hexenschuss vor und bei den Rennen in Kranjska Gora wirklich?
Seit Mittwoch lag ich gefühlt rund um die Uhr auf dem Behandlungstisch! Meine Physios und mein Konditrainer haben sich den Hintern aufgerissen. Noch beim Einfahren vor dem Slalom hatte ich ziemliche Schmerzen, beim Rennen war’s dann okay. Dazu waren die Pistenbedingungen grenzwertig. Und viele Leute haben mir vor dem Rennen gesagt, dass die Kugel ja eh schon fix ist. Aber fix ist nix! Unterm Strich: Es war keine einfache Sache. Ich bin überglücklich, dass es jetzt wirklich fix ist.

Vor etwas mehr als zwei Jahren der Kreuzbandriss - hat dich der im Endeffekt sogar noch stärker gemacht?
Möglich, man sagt ja oft, dass man nach Verletzungen noch stärker zurückkommt. Man lernt den Körper besser kennen. Aber es war ein langer, harter Weg. Auch für mich. Auf diesem Weg war mein erster Slalom-Sieg letzten Jänner in Adelboden ein absolutes Schlüsselerlebnis. Und dann hat sich irgendwie der Knoten gelöst. Dann kamen der nächste, wunderschöne Sieg in Schladming, die super WM, jetzt auch noch die Kugel.

Du bist Österreichs erster Kugel-Gewinner nach der Ära Marcel Hirscher …
Zweifelsohne eine große Ehre. Der Marcel hat jahrelang alles abgeräumt. Jetzt ist es cool, dass wir anderen Österreicher auch zuschlagen! Von daher ist es eh höchste Zeit gewesen. Und wir werden Schritt für Schritt weitergehen.

Das Finale kannst du jetzt wohl ziemlich entspannt angehen, oder?
Ja, klar. Aber wer mich kennt, der weiß, dass ich immer schnell sein möchte. Bis dahin braucht mein Rücken aber jetzt einmal Ruhe.

Alexander Hofstetter
Alexander Hofstetter
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