Vor 20.300 Zuschauern im ausverkauften Bruchwegstadion gelang dem Peruaner Jefferson Farfan in der 30. Minute das Tor des Tages. Die Schalker konnten sich sogar einen verschossenen Elfmeter von Klaas Jan Huntelaar (8.) leisten, den Fuchs, der durchspielte, mit einem Foul an Farfan verursacht hatte. Auf der Gegenseite scheiterte Andre Schürrle (73.) per Strafstoß an Schalke-Schlussmann Manuel Neuer. Ivanschitz, der zum ersten Mal seit 14. November in der Startformation stand, musste in der 60. Minute Szalai Platz machen.
Mainz rutschte durch die Niederlage auf den vierten Rang ab. So schlecht platziert war die Tuchel-Elf zuletzt am ersten Spieltag. Mainz ist gegen Schalke nun schon seit 525 Minuten torlos, verlor zudem vier der letzten fünf Heimspiele. Die Gäste zeigten sich mit dem Rückenwind des Gruppensiegs in der Champions League stark verbessert und traten nun auch in der Bundesliga auswärts ganz anders auf als zuletzt beim 0:5 in Kaiserslautern.
Fuchs: "Habe bis zum Umfallen gekämpft"
ÖFB-Verteidiger Fuchs kommentierte die 0:1-Niederlage seiner Mainzer folgendermaßen: "Schalke hat den besseren Tag erwischt. Schade, dass uns zu Beginn, als wir einige Möglichkeiten hatten, kein Treffer gelungen ist und wir auch den Elfmeter nicht verwerten konnten. Auch ich konnte mich viel zu selten in die Offensive einschalten, obwohl ich bis zum Umfallen gekämpft habe."
Nach einigen Spielen auf der ungewohnten Position im linken Mittelfeld kam Fuchs wieder als linker Verteidiger zum Einsatz. "Insgesamt fühle ich mich in der Verteidigung doch deutlich wohler und kann meiner Meinung nach für die Mannschaft mehr tun", sagte der Niederösterreicher. Dass er den - von Huntelaar verschossenen - Elfer an Farfan verursachte, nahm er gelassen: "Ich habe ihn berührt, der Ball war aber schon weg. Man kann das Foul geben, muss aber nicht. Fest steht aber, dass die Berührung außerhalb des Strafraums war."
Siebenter Erfolg in Serie für Dortmund
Bereits am Samstag hat Herbstmeister Borussia Dortmund seinen Siegeszug fortgesetzt. Mit einem 2:0 (1:0) über Werder Bremen festigte die Mannschaft von Trainer Jürgen Klopp die Tabellenführung und stürmt weiter scheinbar unaufhaltsam Richtung Meistertitel. Vor 80.720 Zuschauern im Signal Iduna Park sorgten Nuri Sahin (9.) und Shinji Kagawa (70.) für den siebenten Erfolg der Borussia, die nun schon 15 Runden ungeschlagen ist, in Serie.
Dagegen verpassten die Bremer trotz des Bundesliga-Comebacks von Angreifer Claudio Pizarro die Chance, den Abstand zu den Europacup-Plätzen zu verkürzen. Sebastian Prödl spielte in der Werder-Abwehr durch, Marko Arnautovic fehlte wegen einer im Training erlittenen Adduktorenverletzung.
Gewinnt der BVB auch das letzte Spiel vor der Winterpause am kommenden Wochenende in Frankfurt, wäre die beste Hinrunde in der Liga-Historie perfekt. Die bisherige Bestmarke hält der FC Bayern München, der es in der Saison 2005/06 auf 44 Punkte aus 17 Spielen brachte. Dortmund hält derzeit bei 43 Punkten aus 16 Spielen und führt vor den Sonntag-Spielen mit elf Zählern Vorsprung auf Leverkusen.
Bayern schlagen Aufsteiger St. Pauli 3:0
Der FC Bayern hat seine Fans nach den jüngsten Rückschlägen gegen Bayer Leverkusen und Schalke 04 wieder ein wenig versöhnt. Nach dem erfolgreichen Auftritt in der Champions League schlug der deutsche Rekordmeister am Samstag auch in der Liga zu. Ein 3:0 gegen den FC St. Pauli bedeutete im 50. Pflichtspiel unter Trainer Louis van Gaal den 27. Sieg. Bayer Leverkusen verdrängte indes das Überraschungsteam Hannover 96 durch einen verdienten 4:2-Erfolg beim Hamburger SV vom zweiten Platz.
Hamit Altintop (17.) mit einem sehenswerten Fernschuss, Philipp Lahm (72./Foulelfmeter) und Franck Ribery (79.) sicherten den Bayern den etwas glücklichen Heimsieg. Aufsteiger St. Pauli überzeugte gegen den übermächtigen Favoriten mit Einsatz und Kampfstärke - einzig die Chancenauswertung hatte Zweitliganiveau. Am Ende wurde es sogar noch bitter für die Gäste: Torhüter Thomas Kessler musste wegen einer Notbremse vorzeitig vom Platz.
Achter Bayern-Heimsieg in Folge
Wettbewerbsübergreifend konnten sich die Münchner, bei denen David Alaba auf der Bank saß, an ihrem achten Heimsieg in Serie erfreuen. Der Rückstand auf Spitzenreiter Borussia Dortmund bleibt natürlich horrend. Der Herbstmeister war noch Samstagabend gegen Werder Bremen im Einsatz.
Leverkusen blieb dank der Auswärtsstärke an der Spitze dran. Das 4:2 in Hamburg war bereits der sechste Sieg in der Fremde für die Werkself, die ihre letzte Niederlage als Gast im April in Stuttgart hatte hinnehmen müssen. Sidney Sam (35.) und Arturo Vidal (61.) sowie Renato Augusto (66., 78.) brachten den Erfolg für Bayer unter Dach und Fach. Zuvor hatte Vidal per Eigentor (48.) für das zwischenzeitliche 1:1 gesorgt. Eljero Elia (79.) traf zum 2:4 für den im Mittelmaß versunkenen HSV.
Nürnberg holt in Hoffenheim ein 1:1
Nach vier Niederlagen in Serie erkämpfte der 1. FC Nürnberg (ohne Okotie) bei 1899 Hoffenheim in der Schlussphase noch ein 1:1. Bei Hoffenheim spielte Andreas Ibertsberger durch, Torhüter Ramazan Özcan saß nach einer Verletzung eines Teamkollegen zumindest wieder einmal auf der Bank. Der 1. FC Köln gewann gegen Eintracht Frankfurt (ohne Korkmaz) 1:0, Kaiserslautern (Hoffer auf der Bank) und Wolfsburg trennten sich torlos.
Hannover 96 bleibt eines der großen Überraschungsteams der Liga. Mit einem 2:1-Heimerfolg am Freitag gegen den weiter im Tabellenkeller festsitzenden VfB Stuttgart schoben sich Emanuel Pogatetz und Co. zum Auftakt der 16. Runde weiter in der Tabelle nach vorne. Matchwinner war Didier Ya Konan, der beide Hannover-Treffer markierte.
Pogatetz vergab große Chance
Für die Stuttgarter, bei denen Martin Harnik so wie Pogatetz durchspielte, hatte Georg Niedermeier zum zwischenzeitlichen Ausgleich getroffen (74.). Hannover-Verteidiger Pogatetz vergab eine große Chance per Kopf (35.), auch Harnik fand eine gute Möglichkeit vor (69.). Hannover jubelte über den fünften Sieg in Serie (Klub-Rekord eingestellt).
Die Stuttgarter kassierten die zehnte Saison-Niederlage, sind weiter ohne Auswärtssieg, liegen auf Rang 16 und somit in der Abstiegszone. Der Trainerstuhl von Jens Keller wackelt mehr denn je, der bereits zweite Trainerwechsel bei den Schwaben in dieser Meisterschaft könnte bevorstehen.
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