22.02.2021 22:43 |

„Gab es noch nie“

So hört sich der Mars an: Rover schickt Aufnahmen

Zum ersten Mal in der Geschichte hat ein Rover Videos von seiner Landung und Audio-Aufnahmen vom Mars zur Erde geschickt. „Diese Videos sind unglaublich“, kommentierte NASA-Manager Mike Watkins die Aufnahmen der „Perseverance“-Landung. „Wir alle haben sie über das Wochenende viele, viele Male angeschaut.“

Auf dem Video (siehe oben) ist zu sehen, wie auf den letzten elf Kilometern der Reise von „Perseverance“ (auf Deutsch: Ausdauer) der Fallschirm aufgeht, der Hitzeschild weggesprengt wird und so die Kameras des Rovers zum ersten Mal freie Sicht auf die Planetenoberfläche haben. Bald darauf landet das Erkundungsfahrzeug sicher auf dem Mars.

„Perseverance“ ist der erste Mars-Rover, der mit Mikrofonen an Bord losgeschickt wurde. Zwar haben sie von der Landung keine brauchbaren Daten gesendet - später aber die ersten jemals empfangenen Tonaufnahmen von der Oberfläche des Mars geschickt. Auf ihnen ist etwas zu hören, was wie eine Windböe klingt. Auf der Marsoberfläche kommt es oft aufgrund der dünnen Atmosphäre zu hohen Windgeschwindigkeiten von etwa 100 km/h.

Die ersten Tonaufnahmen vom Mars sind im Twitter-Video unten zu hören:

Hubschrauber ist bereit für seine Premiere
Zuvor hatte bereits der kleine Hubschrauber „Ingenuity“ (Einfallsreichtum), der sich an Bord des Rovers befindet, seinen ersten Statusreport an das Kontrollzentrum im kalifornischen Pasadena gefunkt - und er scheint den NASA-Experten zufolge „bestens zu funktionieren“. Noch ist „Ingenuity“ an der Unterseite von „Perseverance“ befestigt. In 30 bis 60 Tagen soll der Helikopter den Mars aus der Vogelperspektive erkunden. Es wäre der erste Flug eines Luftfahrzeugs über einen anderen Planeten.

Zwei Jahre Erkundungsfahrt
„Perseverance“, rund 1000 Kilogramm schwer und so groß wie ein Kleinwagen, soll in den kommenden zwei Jahren den „Jezero Crater“ - den ausgetrockneten See mit einem Durchmesser von 45 Kilometern, in dem er gelandet ist -, untersuchen. Zudem soll er auf dem Mars nach Spuren früheren mikrobiellen Lebens Ausschau halten sowie das Klima und die Geologie des Planeten erforschen - dabei soll ihm auch Technik aus Österreich helfen.

Quelle: Agenturen

Matthias Fuchs
Matthias Fuchs
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