12.02.2021 07:00 |

Quartiere buchbar

Kontrollteams sollen illegalen Skispaß stoppen

Nach den „Krone“-Berichten rund um verbotene Skiurlaube in Zeiten von Corona verschärfen die Behörden die Gangart: Im Pinzgau rücken nun täglich Kontrollteams aus, um dem illegalen Treiben endlich Einhalt zu gebieten. Dennoch lassen sich auf Internet-Portalen weiterhin Hunderte Salzburger Quartiere buchen.
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Es gleicht einem Kampf gegen Windmühlen: Obgleich die Behörden laufend Kontrollen in den Wintersportregionen durchführen, kommen immer noch einige Unverbesserliche aus dem In- und Ausland zum Skiurlaub ins Salzburger Land. Buchungen über Online-Portale wie Airbnb sind auch in Zeiten von Corona samt strengem Beherbergungsverbot möglich – die „Krone“ berichtete.

„Hier gibt es null Toleranz“
Wie aber das illegale Treiben stoppen? Im Pinzgau rücken nun täglich Kontrollteams von Polizei und Bezirkshauptmannschaft aus. Sie überprüfen angebliche Zweitwohnsitze, Beherbergungsbetriebe und Ferienwohnungen. „Es wird alles getan, dass diejenigen, die sich nicht an die Regeln halten, ausgeforscht und gestraft werden. Hier gibt es null Toleranz“, sagt Bezirkshauptmann Bernhard Gratz.

Zwei Teams sind unter der Woche täglich im gesamten Bezirk unterwegs, am Wochenende sind es vier Einheiten. Die Hoffnung: Die verstärkte Polizeipräsenz soll Vermieter und Urlauber abschrecken. Seit Mitte Jänner gab es 546 Kontrollen – samt 40 Anzeigen. Im Pongau setzte es für illegale Vermieter seit Ende Dezember 2020 bislang 29 Anzeigen. Strafen von bis zu 30.000 Euro drohen.

Airbnb sperrt weiter keine Vermieter aus
Einige Unverbesserliche schreckt das dennoch nicht ab: Im Internet sind weiterhin Hunderte Unterkünfte buchbar. Online-Riese Airbnb etwa will grundsätzlich keine Vermieter von ihrer Plattform verbannen – tätig wird man nur bei „konkreten Hinweisen“, hieß es gegenüber der „Krone“. Das Land will die Buchungswebseiten allerdings stärker in die Pflicht nehmen. Der nächste Kampf gegen Windmühlen?

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