11.02.2021 10:42 |

„Nicht zu tolerieren“

Illegaler Skispaß: Kontrollen werden verstärkt

Überaus sauer stößt der illegale Skitourismus besonders Einheimischen in Salzburg auf, die sich an die geltenden Regeln halten, gegenüber Vermittlungsplattformen jedoch das Nachsehen haben. Um dem Treiben einen Riegel vorzuschieben, finden nun seit einiger Zeit bereits intensive Kontrollen der Behörden statt - und diese werden nun auch weiter erhöht: eine Zwischenbilanz.

Alleine im Bezirk Zell am See wurden seit 10. Jänner 365 Beherbergungsbetriebe kontrolliert, zudem 102 Zweitwohnsitze genauer unter die Lupe genommen, was schlussendlich zu 29 Anzeigen führte. Intensive Kontrollen finden auch im Pongau statt. 33 Anzeigen zählt man seit Weihnachten nach dem Beherbergungsverbot, hieß es, zudem gab es zwei Anzeigen aufgrund illegaler Zweitwohnungsnutzung.

Bis zu 30.000 Euro Strafe
Jedem Hinweis werde nachgegangen, um Verstöße zu ahnden, wurde am Donnerstag seitens der Behörden erneut betont. Aufgrund der aktuell geltenden Maßnahmen verletze jeder Betrieb, aber auch jeder Gast die geltenden Einschränkungen und Betretungsverbote, wenn die Unterkunft nicht aus etwa beruflichen Gründen in Anspruch genommen wird, wurde erinnert. Hierbei sind auch private Buchungsplattformen gemeint, wie etwa AirBnB. Verstöße würden mit Strafen bis zu 30.000 Euro für Betriebe und 1450 Euro für Gäste geahndet.

Stichproben- und Grenzkontrollen, Schwerpunktaktionen
Um den illegalen Buchungen Einhalt zu gebieten, wird es verstärkt Stichprobenkontrollen in Hotelbetrieben, jedoch auch in Privatquartieren und AirBnB-Vermietungen geben, wurde angekündigt. Ebenso werden an den Grenzen die Kontrollen weiter verstärkt. Zudem werden weiterhin unter anderem halbtägige Schwerpunktaktionen seitens der Polizei durchgeführt.

Haslauer: „Beherbergung nicht zu tolerieren“
Da es - wie zuletzt mehrfach berichtet - auch via Buchungsplattformen ein Leichtes war, an Unterkünfte zu gelangen, sind gerade auch in diesem Bereich vermehrt Kontrollen geplant. „Nachdem unsere Beherbergungsbetriebe geschlossen bleiben müssen und lediglich in Ausnahmefällen für Geschäftsreisende Unterkünfte zur Verfügung stehen, ist die touristische Beherbergung nicht zu tolerieren“, sagte Salzburgs Landeshauptmann Wilfried Haslauer (ÖVP). 

Nehammer: „Wer sich nicht an Regeln hält, muss mit Strafen rechnen“
„Jegliche Umgehung der notwendigen Beschränkungen ist inakzeptabel“, erklärte auch Innenminister Karl Nehammer (ÖVP). „Während sich die Mehrheit der Menschen an die Regeln hält, versuchen manche, diese zu umgehen. Die Polizei ist Partner der Menschen in unserem Land. Die Polizistinnen und Polizisten setzen aber auch konsequent Maßnahmen dort, wo es erforderlich ist. Wer sich nicht an die Regeln hält, muss auch mit strengen Strafen rechnen“, so der Innenminister.

„Nicht das geringste Verständnis für diese schwarzen Schafe“ hatte auch Tourismusministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP), die zudem an die sich in Österreich ausbreitenden Coronavirus-Mutationen erinnerte, die die Situation weiter verschärfen würden.

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