09.02.2021 11:55 |

Probleme nehmen zu

Corona-Krise setzt der Kinderseele stark zu

„Die Corona-Krise führt zu schweren Belastungen und bringt Kinder und Jugendliche massiv unter Druck“, warnt die Diakonie angesichts aktueller Erfahrungen aus ihrer Kinder- und Jugendarbeit. „Die Folgen kränken die Kinderseele“. Auch verfügbare Daten sprechen eine klare Sprache: Einschlafprobleme, Kopfschmerzen, Niedergeschlagenheit und Bauchschmerzen nehmen zu, Essstörungen ebenfalls.

34 Prozent der Kinder leiden unter Niedergeschlagenheit, 40 Prozent äußern Kopfschmerzen, 44 Prozent haben Schlafprobleme“, zitiert die Diakonie die Ergebnisse der Copsy-Studie.

Die Anzeichen einer Angststörung stiegen von 15 auf 24 Prozent, hinsichtlich depressiver Symptome gaben 58 Prozent der Kinder und Jugendlichen an, dass sie an einzelnen Tagen keine Freude oder Interesse haben, etwas zu tun. Das Risiko für psychische Auffälligkeiten insgesamt kletterte von rund 18 Prozent während der Corona-Krise auf 30 Prozent. „Verschärft wird die Situation der Kinder durch beengtes Wohnen und geringes Einkommen im Haushalt.“

Finanzielle Sorgen als zusätzlicher Druck
Beengtes Wohnen, Existenzsorgen, Versagensängste oder unsichere Beziehungen in der Familie lösen großen, schlechten Stress aus. Die Corona-Situation greift auf vielen wichtigen Ebenen die Basis an, die für eine gesunde Entwicklung wichtig ist. Kinder werden in ihrem natürlichen Neugierverhalten gebremst; körperliche und soziale Nähe ist eingeschränkt, die Eltern sind belastet. Auch Großeltern oder andere ausgleichende Personen im Umfeld stehen nicht mehr zur Verfügung. Zusätzlich machen finanzielle Sorgen und drohende Armut Druck.

Auch Essstörungen nehmen zu
„Depressive Symptome treten jetzt bei etwa 20 Prozent der österreichischen Bevölkerung auf“, zitiert die Diakonie aktuelle Erhebungen der Donau-Universität Krems. Vor der Corona-Pandemie lag dieser Wert noch bei vier Prozent. Auch Angstsymptome oder Schlafstörungen sind auf dem Höchststand von 16 Prozent. Besonders stark davon betroffen sind junge Leute, Frauen, Alleinlebende und Menschen ohne Erwerbsarbeit. Untersuchungen weisen weiters darauf hin, dass in der Pandemie Essstörungen zunehmen.

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