FC Admira - SKN St. Pölten 5:1 (2:0)
Die Hausherren zeigten sich nach ihren jüngsten Niederlagen (Heim-0:1 gegen den WAC/St. Andrä und 0:4-Debakel in Altach) wieder von ihrer besten, sprich effektiven Seite. Denn die St. Pöltner zeigten bei Schneetreiben lange Zeit das gefälligere Spiel, vermochten aber ihre Angriffe einfach nicht erfolgreich abzuschließen. Ganz anders die Gastgeber. Dem 1:0 durch Sulimani folgte erst in der 38. Minute (diesmal fiel der Kopfball des Schützenleaders nach Corner von Plassnegger zu schwach aus) eine weitere Möglichkeit.
Ein Doppelschlag unmittelbar vor und nach der Pause entschied das Match endgültig zugunsten des Favoriten. Zunächst schloss Friesenbichler nach Vorarbeit von Bichelhuber, der sein Saisondebüt gab, und vor allem Schachner, der Keusch aussteigen ließ und ideal für den langen Stürmer auflegte, in der vierten Minute der Verlängerung den besten Admira-Angriff mit einem Flachschuss in die linke Ecke zu seinem fünften Saisontor ab. Dann traf Jezek mit einem erfolgreichen Solo gegen Kotynski und Popp mit einem Flachschuss in die lange Ecke zum 3:0 (49.) und hat nun auch schon neun Tore auf dem Konto. Unmittelbar vorher hatte Wojtanowicz nach Pass von Zellhofer die bis dahin größte Chance der Gäste vergeben.
Damit war der Torreigen aber noch nicht beendet. In der 76. Minute schoss Sulimani sein 16. Saisontor, als er nach Doppelpass mit Friesenbichler allein vor dem Gästetor auftauchte. Der Linienrichter hatte zunächst beim Pass auf Friesenbichler fälschlich abseits angezeigt, Referee Schmid gab aber nach Reklamation den Treffer. Kurz darauf legte Cemernjak Gravogl im Strafraum und Wojtanowicz, der wenig später auch noch die Stange traf, verwertete souverän. Den Schlusspunkt setzte dann der eingewechselte Sabitzer in der 86. Minute.
Zur vierminütigen Verlängerung war es gekommen, nachdem Admira-Keeper Hans-Peter Berger nach einem Schnittball mit Zellhofer in der 43. Minute eine Verletzung am linken Arm erlitt, ausschied und durch Tischler ersetzt wurde. Zellhofer seinerseits war kurz vorher für Fröschl gekommen, der nach einem rustikalen Einsatz von Berger (33.) acht Minuten später angeschlagen ausgetauscht wurde.
Austria Lustenau - SCR Altach 2:1 (2:1)
Die Partie hat für die Altacher optimal begonnen. Gatt nahm sich in der 15. Minute einen weiten Pass von Koch optimal mit dem Kopf mit, überlistete damit Goalie Mendes und schob den Ball ins leere Tor. Schon drei Minuten später folgte allerdings die Antwort der Lustenauer, als Kampel nach Boller-Freistoß zum 1:1 einköpfelte.
Mit einem Schlag wirkten die Altacher verunsichert und auch undiszipliniert - bester Beweis dafür war eine unnötige Tätlichkeit von Suppan an Boller (36.), die Rot für den Verteidiger zur Folge hatte und die Gäste endgültig auf die Verliererstraße brachte. Das Siegestor gelang Krajic nach sehenswerter Vorarbeit von Karatay in der 44. Minute.
Dass in der zweiten Hälfte keine weiteren Treffer fielen, lag vor allem an der schlechten Chancenauswertung der überlegenen Gastgeber. Dennoch blieb es beim siebenten Heimsieg der Lustenauer in Folge, die gleichzeitig die erste Altach-Niederlage nach sechs Siegen und einem Remis bedeutete. Die bisher letzte Schlappe hatten die Altacher am 1. Oktober beim 0:2 gegen Austria Lustenau kassiert.
Vienna - RZ WAC/St. Andrä 0:4 (0:0)
In den ersten hart geführten 45 Minuten war die Vienna das bessere Team und kam auch zu drei hochkarätigen Möglichkeiten. In der 17. Minute waren die Wiener zweimal, Djokic scheiterte per Freistoß am Lattenkreuz und Hosiner im Nachschuss, knapp an der Führung dran. Kurz vor der Pause setzte Djokic dann nach einem Abwehrfehler den Ball knapp neben das Tor. Die Gäste waren zunächst nur zu Halbchancen gekommen.
Nach der Pause geriet die Vienna bei Schneefall bedingt durch Abwehrfehler aber noch gehörig unter die Räder. Zunächst vermochte Tormann Kuru einen nicht sonderlich gefährlichen Kerhe-Freistoß nicht zu bändigen, sodass der allein stehenden Baldauf (49.) den Abpraller verwerten konnte. Nach einer von Salvatore vergebenen Ausgleichsmöglichkeit drückte Sollbauer (56.) auf der Gegenseite eine Flanke unter Mithilfe der schlecht postierten Kuru und Osoinik über die Linie.
Wenig später ermöglichte ein haarsträubender Fehlpass von Osoinik Falk (61.) den dritten Treffer. In der Schlussphase erhöhte der eingewechselte Pfennich noch auf 4:0. Weil Hartberg gegen Gratkorn gewann, hat die Vienna nun vier Zähler Rückstand auf die Hartberger.
SV Grödig - FC Lustenau 2:1 (1:0)
Es war ein hartes Stück Arbeit für den SV Grödig, ehe der zweite Erfolg en suite nach sieben sieglosen Runden perfekt war. Mit dem 2:1 gegen den FC Lustenau fiel die Revanche für die 0:6-Heim-Schlappe am 1. Oktober zwar bescheiden aus, doch drei Punkte wanderten ja auch auf das Konto. Mersudin Jukic schoss mit einem Doppelpack die Gäste im Alleingang k.o., hat nun schon zehn Mal getroffen. In der 7. Minute scorte der Stürmer nach einem weiten Pass von Pfeilstöcker, Vorarbeit von Schubert (ließ den Ball mit der Brust abtropfen) und etwas Ballglück das 1:0. In der 87. Minute sorgte Jukic nach Pass von Riedl und Fersler von Quedraogo mit einer schönen Einzelleistung (ließ Eisele aussteigen) und Schuss ins lange Eck für den sechsten Heimsieg der Salzburger, die in der 82. Minute durch einen Freistoß von Harun Erbek den Ausgleich hatten hinnehmen müssen.
Die Hausherren, die zum zweiten Mal auf ihren gesperrten Spielmacher Herwig Drechsel verzichten mussten, dominierten auf Schneeboden in der Anfangsphase. Mit Fortdauer der Begegnung kamen aber die Vorarlberger, die gemeinsam mit Altach zweitbeste Auswärtself (hinter Admira) sind, besser ins Spiel, scheiterten jedoch zunächst mit ihren Schüssen (vor allem durch Batir, Erbek) in erster Linie an Eisl. Dann fiel allerdings der gerechte Ausgleich, als Erbek einen Freistoß vor das Grödener Tor zirkelte und der bis dahin ausgezeichnete Eisl den rutschigen Ball durch die Hände ins Tor gleiten ließ. Am Ende hieß es doch noch 2:1 für die Gastgeber, die davor in der zweiten Hälfte durch Quedraogo und Schubert nur zwei Mal gefährlich gewesen waren.
TSV Hartberg - FC Gratkorn 2:0 (1:0)
Die Weichen für den ersten Hartberg-Sieg nach zuletzt zwei Niederlagen wurden in der 19. Minute gestellt, als Rodler nach einem Eckball von Adilovic per Kopf zur Stelle war. Die Hausherren gerieten dann kurzzeitig etwas in Bedrängnis, übernahmen aber spätestens nach Gelb-Rot gegen den Gratkorner Steiner wegen wiederholten Foulspiels (41.) endgültig das Kommando. Für die Entscheidung sorgte in der 80. Minute der kurz zuvor eingewechselte Harrer, der einen Konter erfolgreich abschloss.
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