20.01.2021 21:12 |

Turbulenter Werdegang

Joe Biden: Der lange Weg zur US-Präsidentschaft

Der Demokrat Joe Biden wurde am Mittwoch als 46. und ältester Präsident der US-Geschichte vereidigt. Der 78-Jährige erlebte in fünf Jahrzehnten in der Politik viele Höhen und Tiefen - und immer wieder private Tragödien. So etwa 1972 den Tod seiner ersten Ehefrau Neilia und der gemeinsamen Tochter Naomi sowie 2015 das Ableben seines Sohnes Beau, der im Alter von nur 46 Jahren an einem Gehirntumor starb.

  • 1942: Joseph Robinette Biden Jr. kommt am 20. November in Scranton im Bundesstaat Pennsylvania auf die Welt. Weil sein Vater Schwierigkeiten hat, Arbeit zu finden, zieht die Familie später in den Bundesstaat Delaware - bis heute Bidens Heimat.
  • 1966: Biden, zu diesem Zeitpunkt Jurastudent an der Syracuse-Universität im Bundesstaat New York, heiratet seine erste Frau Neilia Hunter. Gemeinsam bekommt das Ehepaar in den kommenden Jahren drei Kinder. 1970 geht Biden in die Politik und wird in seiner Heimat in den Bezirksrat gewählt.
  • 1972: Mit nur 29 Jahren wird Biden als einer der jüngsten Politiker der Geschichte in den US-Senat gewählt. Wenige Wochen später sterben seine Frau und seine Tochter Naomi bei einem Autounfall bei Weihnachtseinkäufen, seine beiden Söhne Beau und Hunter überleben schwer verletzt.
  • 1973: Biden tritt nach der Familientragödie nach einigem Zögern das Amt des Senators an. In den folgenden Jahrzehnten wird er sechsmal wiedergewählt, 36 Jahre gehört er der Kongresskammer an. 1977 heiratet er Jill Jacobs, mit der er Tochter Ashley bekommt.
  • 1987: Im Jahr vor der Präsidentschaftswahl 1988 bewirbt sich Biden um die Kandidatur der Demokraten, steigt aber früh aus dem Rennen aus. 2008 bewirbt er sich erneut - wieder erfolglos. Barack Obama macht ihn 2009 aber zu seinem Vize-Kandidaten. Gemeinsam gewinnen sie am 4. November die Präsidentschaftswahl gegen das republikanische Duo John McCain und Sarah Palin. 2012 werden Obama und Biden wiedergewählt.
  • 2015: Bidens Sohn Beau stirbt an einem Hirntumor - ein weiterer Schicksalsschlag im Leben des gläubigen Katholiken. Biden entscheidet sich in der Folge, keine Präsidentschaftskandidatur für die Wahl 2016 anzustreben.
  • 2019: Im April steigt Biden in das Bewerberrennen der Demokraten um die Präsidentschaftskandidatur für die Wahl 2020 ein. Er nimmt rasch eine Favoritenrolle ein. 2020 gelingt ihm nach mehreren Vorwahlniederlagen ein spektakuläres Comeback. Bei der Präsidentschaftswahl am 3. November besiegt der Demokrat schließlich Donald Trump.
  • 2021: Militante Trump-Anhänger stürmen am 6. Jänner das Kapitol, um eine Bestätigung von Bidens Sieg bei der Präsidentschaftswahl durch den Kongress zu verhindern. Das Parlament macht dessen Wahlsieg aber noch in der Nacht offiziell. Die Vereidigung fand am Mittwoch, dem 20. Jänner, statt, Biden hält bereits Hof.
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