Vor Rennen auf Streif

Kitzbühel wandelt sich zur Stadt der Verbote

Wintersport
20.01.2021 06:06
Porträt von krone Sport
Von krone Sport

Der Ski-Weltcup ist im Corona-Winter weit herumgekommen. So rigoros wie am Hahnenkamm war es aber noch nirgendwo.

Kitzbühel und Schladming - wo die Ski-Begeisterung Salti schlägt. Nirgendwo sonst wird der Sport auf zwei Brettln derart gefeiert. In normalen Jahren. Heuer ist alles anders. Kitzbühel, die Weißwurst-Metropole am Hahnenkamm, hat sich zur Stadt der Verbote gewandelt.

Keiner sagt’s, alle denken es: Die Angst davor, ein zweites Ischgl zu werden, macht aus dem Ort eine einzige Sperrzone.

Verboten ist:

Zuschauen: Selbst heimlich im Wald - so gut wie unmöglich. Die Strecke ist rigoros abgesperrt.

Nach 19 Uhr essen & trinken: In den Hotels geht zur Kinder-Schlafenszeit der Rollbalken runter.

Wellness: Schwitzen ist nur für getestete Athleten.

In jedes Pissoir pinkeln: Jedes zweite Männer-Klo ist gesperrt - Abstand.

Glücksspiel: Das Spieler-Virus hat Urlaub, das Casino ist gesperrt.

Selfies: Der Zutritt zu den Hotels ist für Nicht-Gäste gesperrt, die Wege der Stars sind geschützt.

Küssen: Tja, Maskenpflicht …

Georg Fraisl, Kronen Zeitung

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