18.01.2021 12:27 |

Ungewöhnliches Gespann

Hunde trainieren mit Sängerknaben Viruserkennung

Die Wiener Sängerknaben und ihre Betreuer - insgesamt rund 130 Personen - sind am Montag von Experten des Bundesheeres getestet worden. Das Besondere daran: Die Aktion ist Teil der Ausbildung für zwei spezielle Spürhunde, die mit ihrer feinen Nase Corona-Infizierte erschnüffeln sollen.

Bereits Mitte Dezember hatte das Bundesheer mit „Fantasy Forever“ seinen ersten Coronavirus-Spürhund vorgestellt. Inzwischen hat sich auch „Piet“ dazugesellt. Für ihr Training sind weitere Testdurchgänge und praktische Ausbildung nötig. Dafür hat sich nun der weltberühmte Knabenchor zur Verfügung gestellt.

Hunde erschnüffeln Infizierte
Für das Training der Hunde setzten die Jugendlichen für rund zehn Minuten Masken auf. Diese wurden anschließend in einem luftdichten Behälter verschlossen und an das Militärhundezentrum übergeben. Anschließend wurden bei den zehn- bis 14-jährigen Buben PCR-Tests genommen. Sobald die Resultate der Tests bekannt sind, können die Corona-Spürhunde „Fantasy Forever“ und „Piet“ die Masken beschnüffeln. So kann die Trefferquote der Vierbeiner in Sachen Viruserkennung überprüft werden.

„Beitrag für die Bekämpfung der Pandemie“
„Ich bedanke mich im Namen des Bundesheeres, dass die Wiener Sängerknaben uns bei der Ausbildung unserer Corona-Spürhunde unterstützen. Gleichzeitig leisten sie aber auch einen Beitrag für die Bekämpfung der Pandemie. Nur gemeinsam können wir das Coronavirus eindämmen“, betonte Verteidigungsministerin Klaudia Tanner (ÖVP), die beim Test dabei war.

„Froh über Kooperation“
Sängerknaben-Präsident Gerald Wirth betonte die Wichtigkeit regelmäßigen Testens für den Chor: „Wir sind daher froh über die Kooperation mit dem Bundesheer - die PCR-Tests wären für uns als gemeinnütziger Verein nicht leistbar. Schön, dass der Test zur Ausbildung der Corona-Spürhunde verwendet wird.“

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