16.01.2021 06:00 |

Fronten verhärtet

Handel, Schule & Co: Was uns bis in den März blüht

Die Fronten sind verhärtet wie nie seit Beginn der Corona-Krise. Bis zuletzt wird gefeilscht, wer aufsperren darf. Der Handel hat gute Karten, Schulen und die Gastronomie weniger.

Heute sind es zehn Monate, seit in Österreich der erste Lockdown in Kraft trat. Und damit bis dato nie für möglich gehaltene Einschränkungen des täglichen Lebens. Seitdem heißt es quasi im Wochen-Rhythmus Auf und Zu, eingeleitet jeweils mit dem Hinweis des Gesundheitsministers: „Die nächsten Tage/Wochen/Monate werden entscheidend.“

Für die Zeit bis März wird nun dieses Wochenende entscheidend: Nach Gesprächen mit den Bundesländerchefs am Freitag verhandelt die Regierung am Samstag mit den Sozialpartnern über Öffnungs- und Verschärfungsschritte.

  • Einig ist man sich (mit Stand Freitagabend) dem Vernehmen nach darauf, dass der Handel nach Ablauf des Lockdowns am 25. Jänner, spätestens aber eine Woche darauf, öffnet. Mitarbeiter und Kunden werden FFP2-Masken tragen müssen, die bisher geltende Beschränkung von einem Kunden pro zehn Quadratmeter wird wohl verschärft werden.
  • Dienstleister dürfen hoffen - über die Berufsgruppen-Tests könne ein sicheres Öffnen gewährleistet werden, sagen ihre Vertreter.
  • Gestritten wird bis zuletzt über die Schulen. Sperrt der Handel auf, müssten auch sie in den Präsenzunterricht wechseln, argumentieren Befürworter der Öffnung. Die Gegenargumente: In Geschäften ist die Verweildauer kurz, was eine Ansteckung unwahrscheinlicher macht. Auch eine FFP2-Maskenpflicht gilt in Schulen als eher unwahrscheinlich.
  • Aufgrund der hohen Zahlen und der unvorhersehbaren Ausbreitung der ansteckenderen britischen Virus-Variante bleiben die Kontakte eingeschränkt. Feiern sind bis auf Weiteres verboten, private Treffen nur im kleinsten Rahmen erlaubt. Die Ausgangsbeschränkungen, so hört man, bleiben nach dem 25. Jänner aufrecht - zumindest in der Nacht.
  • Der Skiurlaub in den Semesterferien hängt in der Schwebe. Seilbahnen und Lifte bleiben wohl offen, ob Hotels aufsperren, ist fraglich. Auch hier pocht die Wirtschaft auf die Zutrittstests. Dasselbe gilt für Kultur- und Freizeiteinrichtungen. Sie müssen auf eine Entscheidung warten.
  • Seit Anfang November zu sind Wirte - und bleiben es auch. Nicht die einzige Branche, in der sich die Verzweiflung breitmacht: „Es ist nicht mehr auszuhalten. Diese fehlenden Entscheidungen machen alle verrückt“, hört man.

Teresa Spari, Kronen Zeitung/krone.at

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