Treffen im Weißen Haus

Gustavo Petro hat jetzt „Verbindung zu Trump“

Außenpolitik
05.02.2026 20:43
Porträt von krone.at
Von krone.at

Überraschende Wende nach einem Treffen im Weißen Haus: Kolumbiens Präsident Gustavo Petro hat gesagt, der Zusammenkunft mit US-Präsident Donald Trump „neun von zehn möglichen Punkten“ zu vergeben. Man habe sich auf eine engere Zusammenarbeit geeinigt, um gegen bewaffnete Gruppen in Venezuela und den Drogenhandel in Kolumbien vorzugehen.

Bisher herrschte großteils der Eindruck, die beiden Staatschefs seien miteinander verfeindet. Seit Trumps Amtsantritt im vergangenen Jahr hatten sich der Republikaner und Petro heftige Wortgefechte auf der Plattform X geliefert. Trump hatte dem linken Präsidenten Kolumbiens unter anderem vorgeworfen, den Drogenhandel in seinem Land zu unterstützen. Er hatte gar gesagt, eine „militärische Operation“ erwogen zu haben. Das klinge für ihn gut. Petro hatte wiederum das militärische Vorgehen der Vereinigten Staaten gegen das Nachbarland Venezuela kritisiert. Über ihn würden viele Lügen erfunden.

Vor dem Treffen in Washington herrschte daher bei vielen Menschen in Kolumbien Nervosität. Analystinnen und Analysten prognostizierten etwa eine öffentliche Herabsetzung Petros durch Trump und einen totalen Kontrollverlust. Doch die Skepsis war offenbar nicht berechtigt: Petro sagte nach dem Treffen, dass es Gemeinsamkeiten zwischen Trump und ihm gebe. Beide hätten Attentate überlebt. Dadurch sei man ins Gespräch gekommen. „Wir sind sehr gut miteinander ausgekommen“, sagte auch der US-Präsident.

Gemeinsamer Kampf gegen Drogenhandel
Laut Petro einigten sich die beiden Politiker darauf, enger militärisch zusammenzuarbeiten, um gegen bewaffnete Gruppen in Venezuela vorzugehen. Gleichzeitig soll die kolumbianische Polizei verstärkt gegen den Drogenhandel kämpfen. Der Präsident will zum Beispiel auf die freiwillige Vernichtung illegaler Kulturen durch Landwirtinnen und Landwirte setzen. Beschlossen wurde darüber hinaus, dass der kolumbianische Staatskonzern Ecopetrol beim Wiederaufbau des venezolanischen Energiesektors helfen soll. Saubere Energie soll über bestehende Netze nach Venezuela geliefert werden.

Hier sehen Sie ein Bild von dem Geschenk Trumps:

Kritikerinnen und Kritiker sagten, dass faktisch alles beim Alten bleibe. So stehe Petro nach seinem Besuch im Weißen Haus weiter auf der Sanktionsliste der USA und könne nach dem Ende der Präsidentschaft nicht einmal ein Bankkonto in Kolumbien eröffnen. Für Erheiterung und Gesprächsstoff in den sozialen Medien sorgte, dass Petro eine ikonische Mütze von Trump mit der Aufschrift „Make America Great Again“ erhalten hatte. Er ergänzte den berühmten Schriftzug eigenhändig um ein „s“. Es gehe schließlich um den gesamten Kontinent Amerikas. „Ich habe Donald Trump einen Wandel in der Mode vorgeschlagen: ein ‘S‘ an Amerika hinzuzufügen“, kommentierte der kolumbianische Staatschef.

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Loading

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

Kostenlose Spiele
Vorteilswelt