Ausgeschriebene Jobs

Ein Pflichtschulabschluss reicht für viele Stellen

Wirtschaft
05.02.2026 21:27
Porträt von krone.at
Von krone.at

Im vergangenen Jahr waren um ein Fünftel weniger Stellen ausgeschrieben als noch 2024. Für einen großen Teil (40,1 Prozent) reichte ein Pflichtschulabschluss. Etwas weniger als ein Drittel der Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber verlangte einen Lehrabschluss.

Bei ungefähr neun Prozent der Ausschreibungen handelte es sich um Lehrstellen. Nur etwas mehr als ein Fünftel der ausgeschriebenen Stellen erforderte entweder Matura (10,9 Prozent) oder einen darüber hinausgehenden Abschluss wie von einer Hochschule (11,8 Prozent). Insgesamt gab es im vergangenen Jahr 139.000 Vakanzen, wie die Statistik Austria am Donnerstag mitteilte. Das ist ein Rückgang im Vergleich zu den Vorjahren.

Die meisten offenen Stellen gab es im Handel und Dienstleistungsbereich (82.000), gefolgt von der Produktion (34.900), dem öffentlichen und sozialen Bereich (22.800). Ungefähr acht von zehn Stellen (82,5 Prozent) waren Vollzeit ausgeschrieben, der Rest geringfügig oder Teilzeit. Ungefähr jeder vierte Job (24,1 Prozent) war mit mehr als 3100 Euro brutto ausgeschrieben, bei 29,7 Prozent lag das voraussichtliche Bruttoeinkommen zwischen 2400 und 3100 Euro. Das ist eine leichte Steigerung im Vergleich zu 2024.

Die FPÖ bezeichnete den deutlichen Rückgang der offenen Stellen als „Armutszeugnis für die Regierung“. „Wenn unsere Betriebe immer weniger neue Mitarbeiter suchen, dann heißt das nicht, dass der Arbeitskräftemangel plötzlich verschwunden ist. Es bedeutet, dass die Unternehmen aufgrund der katastrophalen Rahmenbedingungen aufgeben, Investitionen zurückfahren und die Schaffung neuer Arbeitsplätze einstellen. Das ist der Beginn eines Job-Kahlschlags mit Ansage“, sagte Sozialsprecherin Dagmar Belakowitsch in einer Aussendung.

Wie berichtet, ist die Zahl der Arbeitslosen im Jänner gestiegen. Ende Jänner waren österreichweit mehr als 456.000 Personen arbeitslos gemeldet oder nahmen an einer Schulung des Arbeitsmarktservice (AMS) teil. Das AMS sprach von einer „angespannten Lage am heimischen Arbeitsmarkt“. Viele Forderungen wurden laut, wie etwa Maßnahmen, um das Einstellen älterer Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer beziehungsweise von Langzeitarbeitslosen zu fördern. Die Freiheitliche Wirtschaft hat am Donnerstag unter anderem eine Reduktion der Lohnnebenkosten, einen Bürokratieabbau und eine „gezielte industrielle Wertschöpfung und Stärkung von KTM“ gefordert.

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