Mit einer Kopie jenes Tores, das der Wiener Austria vor eineinhalb Wochen den 2:1-Cupsieg in der Nachspielzeit über den FC Wacker gesichert hatte, gewannen die "Veilchen" auch in Innsbruck. Zlatko Junuzovic drückte nach perfekter Vorarbeit und Stanglpass den Ball mit der Brust über die Linie (52.). "Egal wie der Ball ins Tor kam, wichtig waren die drei Punkte", kommentierte ÖFB-Teamspieler Junuzovic sein Goldtor relativ trocken.
Schon in der ersten Hälfte hatten Junuzovic und auch Roland Linz einige Torchancen, doch scheiterten sie zum Teil mit Pech, zum Teil an einem hervorragenden Innsbrucker Goalie Pascal Grünwald. "Spielerisch waren wir den ganzen Herbst schon gut", sagte Junuzovic in Anspielung auf die überzeugende Leistung in Innsbruck. "Die Chancenauswertung ist halt nicht immer ideal gewesen."
Daxbacher ist zufrieden
Auch sein Trainer Karl Daxbacher war nach dem 1:0 zufrieden, sprach ebenfalls von einem hochverdientem Sieg gegen einen starken Gegner, der den Wienern das Leben schwer gemacht habe. "Bis zum Tor war ich zufrieden, danach haben wir die Ruhe und Konzentration verloren", kritisierte Daxbacher, obwohl er auch betonte, dass Innsbruck danach keine effektive Ausgleichschance gehabt habe.
Und nicht nur im Finish waren die Tiroler harmlos, sondern während der gesamten 90 Minuten gab es nur eine "Halbchance" per Kopf von Marcel Schreter. Dabei überraschten die Innsbrucker zu Saisonbeginn mit erfrischendem Angriffsfußball, die Tiroler "Torfabrik" sorgte für einen Sensationslauf des Aufsteigers. "Aber wenn man keine Torchancen hat, gibt es keine Tore und man kann höchstens ein 0:0 erreichen", sprach Innsbrucks Kapitän Grünwald die mangelnde Durchschlagskraft seiner Vordermänner an.
Kogler steckt den Kopf nicht in den Sand
Für Wacker-Trainer Walter Kogler kommt die derzeitige Situation seiner Truppe nicht überraschend: "Zu Saisonbeginn haben uns die Gegner nicht gekannt, taten sich schwer, sich auf uns einzustellen. Jetzt ist dies anders." Den Kopf in den Sand oder Fußballrasen stecken will Kogler dennoch nicht. "Wir wollen den Herbst noch mit guten Resultaten und Punkten beenden. Wir werden auch wieder treffen."
Doch es geht derzeit nicht nur um das Tore-Schießen bei den Wacker-Kickern, sondern auch um das Defensivverhalten. "So ein Tor wie gegen die Austria darf man nicht kassieren", bekannte Innsbrucks Innenverteidiger Harald Pichler. "Es war eine Kettenreaktion von vielen Fehlern. Da müssen auch wir konzentrierter sein."
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.