5:0-Triumph

Salihi schießt Rapid ins Glück ++ Ried schafft nur Remis

Fußball
21.11.2010 15:36
Hamid Salihi hat Rapid am Samstag in der Bundesliga zum Sieg und den LASK in Richtung Abstieg geschossen. 5:0 fertigten die Hütteldorfer die Gäste aus Linz ab. Ganze vier Tore gingen dabei auf das Konto von Salihi, einmal netzte Rene Gartler ein. Red Bull Salzburg musste sich mit einem mageren 1:0 gegen Mattersburg begnügen, Kapfenberg trotzte Tabellenführer Ried ein Unentschieden ab.

Rekordmeister Rapid mit dem klaren Sieg auf den sechsten Rang verbessert. Nach 16 Runden fehlen den Wienern nur noch acht Punkte auf Tabellenführer Ried. 

Rapid klar bessere Mannschaft
Die Wiener ließen von Beginn an keinen Zweifel daran aufkommen, dass sie den Platz als Sieger verlassen werden. Die Linzer hatten zwar versucht, den Angriffswirbel der Hausherren mit einer Fünferkette einzudämmen, was aber kaum gelang. Nach etwas mehr als einer Minute wurde ein Kopfballtor von Katzer nach einem Saurer-Freistoß noch völlig zu Recht wegen Abseits aberkannt.

Auch der Führungstreffer etwa zehn Minuten später war umstritten. Nach einem Kavlak-Freistoß sprang der Ball Salihi vom Kopf an die Hand und schließlich ins Tor. Der Rettungsversuch von Mandl kam zu spät (11.). Mandl verhinderte bei einem Kavlak-Schuss noch das 0:2 (28.), das kurz vor dem Pausenpfiff dann aber doch noch fiel. Chinchilla-Vega erwischte einen Kayhan-Abschlag nicht, Gartler zog aufs Tor der Linzer zu und dessen Querpass musste der mitgelaufene Salihi nur mehr über die Linie drücken (45.). Gartler belohnte sich selbst für eine starke Vorstellung nach einem Assist des erst kurz zuvor eingewechselten Drazan mit dem Treffer zum 3:0 (76.). Salihi traf noch nach Drazan-Vorarbeit (87.) sowie nach Gartler-Zuspiel (90.).

Salzburg startet Aufholjagd
Meister Red Bull Salzburg ist nach drei Ligaspielen ohne vollen Erfolg auf die Siegerstraße zurückgekehrt. Die Salzburger fuhren mit einem 1:0 (1:0) zu Hause gegen Nachzügler SV Mattersburg trotz schwacher Leistung den angestrebten Pflichtsieg ein. Das Goldtor erzielte Roman Wallner per Elfmeter (18.). Der Titelverteidiger rückte damit acht Punkte hinter Leader SV Ried auf den fünften Tabellenplatz vor.

Wallner beendete die Salzburger Torflaute nach 366 Pflichtspielminuten ohne Treffer, 276 davon in der Liga, mit einem souverän verwandelten Strafstoß. Mattersburg-Kapitän Ilco Naumoski hatte einen Freistoß von Simon Cziommer mit der Hand abgewehrt. Schon durch den Freistoßpfiff hatte Schiedsrichter Prammer den Bullen einen Vorteil genommen, den Jakob Jantscher zu einem Tor genutzt hätte. Jantscher sah in der 57. Minute zudem Gelb-Rot, weil er sich zu früh aus der Mauer gelöst hatte. Gleiches Schicksal ereilte Mattersburgs Stefan Ilsanker wegen wiederholten Foulspiels (81.).

Meister spielerisch schwach
Für Solospitze Wallner war es das fünfte Saisontor in der Liga. Gegen Mattersburg hat der ÖFB-Teamstürmer in seinen vergangenen vier Partien immer getroffen. Spielerisch zeigten die Salzburger den lediglich 6.600 Zuschauern nach dem Führungstreffer aber fast gar nichts mehr. Der Meister war lediglich durch Fernschüsse oder Standardsituationen ansatzweise gefährlich.

Salzburg-Trainer Huub Stevens musste wegen einer Leistenzerrung auf seinen defensiven Mittelfeldspieler David Mendes verzichten. Auch Außenverteidiger Andreas Ulmer stand nach seinem Adduktorenriss noch nicht im Kader. Bei den Mattersburgern fehlte Topscorer Patrick Bürger (8 Saisontore) gesperrt. Routinier Michael Mörz wurde nur eingewechselt, weil Coach Franz Lederer eine ähnliche Startformation wie zuletzt beim 2:2 bei Rapid aufgeboten hatte.

Kapfenberger trotzen Ried ein 3:3 ab
Die SV Ried hat sich um ihren Erfolgslauf gebracht. Die Innviertler mussten sich gegen den Kapfenberger SV nach einer 3:0-Führung noch mit einem 3:3 (2:0) zufriedengeben. Nach dem ersten Remis der Saison liegen die um den ersten Herbstmeistertitel der Vereinsgeschichte kämpfenden Rieder nun zwei Zähler vor Sturm Graz. Der steirische Verfolger könnte damit im Nachtragsspiel bei Meister Salzburg am kommenden Mittwoch die Spitze übernehmen.

Das Team der Stunde aus Oberösterreich nutzte seine Chancen im Franz-Fekete-Stadion zunächst eiskalt aus. Der anstelle des gesperrten Mark Prettenthaler aufgestellte Jan Marc Riegler (23.) und Ivan Carril (41.) waren jeweils per Kopf erfolgreich. Nach dem zweiten Treffer des Spaniers (54.) schien der vierte Erfolg der "Wikinger" bereits fix. Doch der achtplatzierte KSV schaffte in der Schlussviertelstunde durch Boris Hüttenbrenner (76.) und zweimal Deni Alar (79., 91.) noch den Punktgewinn.

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