Widerstand wächst

Breite Front gegen in Gralla geplante Schweinefabrik

Steiermark
17.11.2010 09:52
Ein Riesenstall für 50.000 Ferkel soll im südsteirischen Gralla aus dem Boden gestampft werden. Dazu kommt jetzt nicht nur aus der betroffenen Region ein klares Nein - auch zig NGOs wollen das Projekt zu Fall bringen.

Hubert Isker, SPÖ-Bürgermeister von Gralla, spricht das aus, was sich viele denken: "Die Ferkelzucht könnte in keinem sensibleren Bereich der Steiermark gebaut werden. Die vorgesehene Fläche ist nicht nur als Landschaftsschutz-, sondern auch als Hochwasserabflussgebiet ausgewiesen. In unmittelbarer Nähe befindet sich ein Naturschutzgebiet und ein Trinkwasserbrunnen für mehr als 100.000 Abnehmer. Geht dieses Projekt trotz alledem durch, verstehe ich die Welt nicht mehr!"

Eigene Plattform gegründet
Unzählige verunsicherte Steirer melden sich dieser Tage beim Ortschef, alle mit demselben Anliegen: "Bitte tut's was gegen den Stall, sonst blüht vielen anderen Gemeinden das gleiche Schicksal!" Ein erster Schritt ist getan, eine eigene Plattform wurde gegründet. Unter anderem mit von der kampfeslustigen Partie sind Naturschutzbund, 4 Pfoten, Klimabündnis und Greenpeace. Ihr Auftrag: "Möglichst viele Einwendungen gegen das Projekt zu formulieren", gibt Isker die Richtung vor.

von Barbara Winkler, "Steirerkrone"

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