Seit 2006 soll es zwischen dem 36-Jährigen und seiner 25-jährigen Freundin immer wieder zu handgreiflichen Auseinandersetzungen gekommen sein. Einmal soll der Angeklagte die Frau sogar aus einem rund zwei Meter hoch gelegenen Fenster gestoßen haben, wobei sich die 25-Jährige einen doppelten Unterschenkelbruch zuzog.
"Sie ist falsch aufgekommen mit dem Fuß", meinte der Grazer. Er habe ihr "nur einen leichten Schupfer" verpasst, sie sei nämlich bereits am Fensterbrett gesessen und "wollte eh selbst hupfen". Vorher habe seine Freundin im Zuge eines Streits den Tisch umgeschmissen, Geschirr sei "geflogen".
Freundin verweigerte Aussage
Der gegenseitigen Zuneigung tat der Vorfall angeblich keinen Abbruch. Mehrere Male soll der Angeklagte der Frau einige Faustschläge ins Gesicht verpasst haben, wobei sie drei Vorderzähne einbüßte. Heuer im Sommer reichte es seiner Schwiegermutter, sie erstattete Anzeige. "Er ist ein fleißiger Arbeiter und schaut auf seine Familie, aber durch seine Alkoholkrankheit passieren solche Sachen", meinte die Mutter des Opfers vor Gericht. Ihre Tochter verweigerte die Aussage. Das Kind, das sie mit dem Beschuldigten hat, wurde dem Paar mittlerweile weggenommen und der Großmutter in Pflege gegeben.
Der Angeklagte war geständig und zeigte sich einsichtig, nur Alkoholtherapie wolle er keine machen. "Das habe ich jetzt im Griff", meinte er. Die Richterin verurteile ihn zu zehn Monaten bedingter Haft und erteilte die Weisung, dass er eine Anti-Aggressionstherapie machen müsse. Damit war der Grazer einverstanden. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.
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