29.12.2020 22:58 |

Toller Jahresabschluss

Liensberger „fliegt“ am Semmering auf den 2. Platz

Starker Jahres-Ausklang für Ski-Österreich: Katharina Liensberger haben heute nur 0,11 Hundertstelsekunden auf ihren 1. Weltcup-Sieg gefehlt! Die Vorarlbergerin musste sich im Flutlicht-Slalom in Semmering nur der Schweizerin Michelle Gisin geschlagen geben, Dritte wurde die zur Halbzeit führende US-Amerikanerin Mikaela Shiffrin. Katharina Truppe belegte den 6. Platz, mit der Zehnten Katharina Huber landete noch eine weitere ÖSV-Athletin in den Top-Ten ...

Einen Tag nach den dramatischen Sturm-Szenen im abgebrochenen Riesentorlauf wurde der wieder unter Flutlicht ausgetragene Slalom zu einem sportlichen Thriller. Nur zwei Hundertstel Vorsprung hatte Shiffrin zur Halbzeit auf Gisin, Liensberger und Truppe lagen als Dritte bzw. Vierte hingegen schon deutlicher zurück. Unerwartet kam Platz sechs mit deutlichem Rückstand für Vlhova, die die jüngsten fünf Slaloms vor Semmering gewonnen hatte. In der hochspannenden Entscheidung ging es dann einigen Serien an den Kragen.

Positiv vor allem für Siegerin Gisin sowie Liensberger: Die Österreicherin carvte dank Laufbestzeit nach fünf 3. Plätzen im Weltcup erstmals auf Platz zwei. Gisin beendete mit ihrem 1. Weltcup-Sieg - exakt acht Jahre nach ihrem Weltcup-Debüt am Semmering - nach knapp 19 Jahren die lange Negativserie der Schweizerinnen im Slalom. Shiffrin (19) und Vlhova (9), die sich die Siege in den jüngsten 28 (!) Weltcup-Slaloms davor aufgeteilt hatten, gingen hingegen diesmal leer aus. Für Vlhova fand damit auch die einjährige Ungeschlagenheit in dieser Disziplin ihr Ende.

„Ich bin superhappy über Platz zwei“, jubelte Liensberger nach einem wahren Traumlauf. „Es ist zwar kein 1. Platz, aber er fühlt sich an wie ein Sieg“, jubelte sie nach fünf 3. über ihren allerersten 2. Platz. Während auch Shiffrin hinter ihr blieb, verhinderte nur Gisin den Sprung der Vorarlbergerin ganz nach oben. „Michelle hat das super gemacht. Es war wirklich nicht mehr einfach mit den vielen Spuren, ich musste echt ans Limit gehen“, strahlte Liensberger trotzdem und bedankte sich bei ihrem Mentalcoach sowie ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel. „Er hat mir geraten, einfach mit Herz zu fahren. Dann habe ich den Ski einfach gehen lassen und voll gepusht.“

Truppe war trotz des Rückfalls auf Platz sechs zufrieden, hatte sie das Rennen doch mit ihrer „Angstnummer“ 1 bestritten. „Das ist bei der Premiere vor einem Jahr in Lienz dermaßen in die Hose (Platz 18, Anm.) gegangen. Deshalb habe ich diesmal schlecht geschlafen und war sehr nervös“, freute sich die erleichterte Kärntnerin über ihr bestes Saisonergebnis nach zwei 7. Plätzen in Levi. „Trotzdem fahre ich noch immer ein bissl mit Handbremse.“

Während die Halbzeit-Siebente Franziska Gritsch in der Entscheidung nach wenigen Toren und einem Innenski-Fehler ausfiel, stieß Katharina Huber vom 20. noch auf den 10. Endrang vor und war damit drittbeste der - auch ohne die verletzte Bernadette Schild - sechs für das Finale qualifizierten ÖSV-Fahrerinnen. „Ich habe den 1. Durchgang total verbremst. Der 2. war dann um einiges besser“, erklärte die NÖ-Lokalmatadorin. Chiara Mair rutschte von Platz 10 auf 12 ab und erklärte das u.a. mit anhaltenden Kopfschmerzen. Katharina Gallhuber verpatzte ihren 2. Lauf total und wurde nur 26.

Hier gibt‘s das Endergebnis!

Nach den dramatischen Sturm-Szenen vor dem Abbruch des Riesentorlaufs am Montag konnte der Slalom am Semmering am Dienstag wie geplant in Szene gehen. „Der Schaden hat nach mehr ausgeschaut, als er am Ende war“, berichtet Rupert Steger vom ÖSV-Eventmarketing. Mehr Infos dazu gibt es HIER!

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