Jahrzehntelang schon lagen die Schätze in der Grazer Villa. Teils unbeachtet, teils in Vergessenheit geraten. Während des Zweiten Weltkriegs hatte ein besonders kunstsinniger Vorfahre der Familie N. einen Panzertorso eines römischen Königs hinter einer Tür versteckt und diese zugenagelt. Dort lag die wertvolle Skulptur nun bis zu den Renovierungsarbeiten.
Dann stieß die Familie noch auf eine Figurengruppe, die unter einem Teppich lag und zunächst als nicht besonders kostbar eingeschätzt wurde. Doch es stellte sich heraus, dass es sich dabei keineswegs um ein Gips-Imitat, sondern um ein bedeutendes Exponat aus der legendären Antikensammlung von Lorenzo de Medici handelt.
Die erstaunten Finder ließen ein Gutachten erstellen und die edlen Fundstücke vom renommierten Auktionshaus Sotheby's unter die Lupe nehmen. "Dann ging alles sehr schnell", sagt Hausbesitzer N. im Gespräch mit der "Krone".
"Mein Leben wird dennoch wie bisher weitergehen"
Bei der Versteigerung in New York brachten die beiden Skulpturen schließlich ein Vielfaches des jeweiligen Ausrufungspreises ein. Für insgesamt 8,8 Millionen Euro kamen die Schätze unter den Hammer. N.: "Darüber war ich selbst sehr erstaunt. Mein Leben wird aber dennoch wie bisher weitergehen."
von Doris Vettermann und Manfred Niederl, Kronen Zeitung
Bilder: Sotheby's
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