Sechs Lokale führt Fritz Walter in Graz. Oder führte. Denn jetzt hat der Masseverwalter das Sagen. Die Ursache für die Pleite: Der Franziskaner-Platzhirsch - für ihn ist es bereits die zweite Insolvenz - soll sich mit seinem Pizzazustellservice übernommen haben. "Die Verbindlichkeiten belaufen sich auf 650.000 Euro", berichtet Franz Blantz vom Alpenländischen Kreditorenverband (AKV). Kein Pappenstiel!
Viel werden die Gläubiger davon nicht sehen. Man hat ihnen eine Quote von 20 Prozent angeboten - "zehn Prozent sofort, fünf im kommenden Jahr, fünf 2012", sagt Blantz. Für viele Lieferanten ist das eine Katastrophe!
Käufer gesucht
Wie es auf dem Franziskanerplatz jetzt weitergeht, ob Lokale zusperren müssen, ist noch offen. Fest steht, dass das Pizzazustellservice geschlossen wird. "Davon sind 37 Dienstnehmer betroffen", sagt Blantz. Und auch sonst dürften einige Rochaden ins Haus stehen: Das "Peppone" und der "Don Camillo" sollen wie die "Cantinetta" zwar weitergeführt werden, jedoch nur vorerst. Blantz: "Hier will man versuchen, Käufer zu finden." Bis Ende des Jahres soll Klarheit herrschen. Gleiches gilt für die Pizzeria im Margarethenbad, die Walter erst Anfang des heurigen Jahres übernommen hatte. Nur das "Pizza e Pasta" und die Pizzeria im Murpark - offenbar die
"Cash-Kühe" im Walter'schen Gastro-Imperium - will der Promi-Wirt behalten. Gleiches gilt für die Marke "Don Camillo e Peppone".
von Ernst Grabenwarter, "Steirerkrone"
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.