Neben Zellhofer gab es insgesamt drei weitere Kandidaten für das Traineramt. Hoch im Kurs stand auch der bisherige Co-Trainer des LASK, Michael Baur.
Der Abschied Krafts von der Trainerbank der Oberösterreicher erfolgte einvernehmlich. Der LASK war nach zuletzt schwachen Leistungen ans Tabellenende der Bundesliga gerutscht und am Dienstag auch im Achtelfinale des ÖFB-Cups an Ried gescheitert. Kraft selbst sagt zur Trennung: "Ich sehe mich nicht als Bauernopfer. Wenn ich Vereinsverantwortlicher bin, dann kann man eine gewisse Zeit zuschauen. Aber dann muss man eine Entscheidung treffen und mit dem Wechsel eines Trainers vielleicht versuchen, einen Impuls zu setzen", meinte der Tiroler.
"Ich glaube, der Präsident hat alles unternommen, um mich zu halten. Leider haben die Ergebnisse und die Leistung seine positive Haltung nicht rechtfertigen lassen", erklärte der 52-Jährige.
Kraft als erster Trainer der Saison gefeuert
Bereits in der Vorwoche hatte Kraft mit einer Aussage über einen "mausetoten" LASK für Aufsehen gesorgt. "Es war schwierig, weil ich nie gemerkt habe, dass eine klare Steigerung da ist. Ich habe mir immer viel mehr erhofft", sagte Kraft, der als erster Bundesliga-Trainer der Saison seinen Hut nehmen musste, nun. Enttäuscht sei er nur dahingehend, "dass ich mit dem LASK nicht das erreicht habe, was ich mir vorgenommen habe".
Ratschläge für seinen Nachfolger habe er nicht parat. Wichtig sei, dass die Kicker den Ernst der Lage erkennen würden. "Es ist wichtig, dass die Spieler die Situation richtig erkennen und sich noch mehr reinhauen", meinte Kraft. Ein Kritikpunkt, dass in punkto Kaderplanung im Sommer vielleicht Fehler passiert seien, wollte er nicht leugnen. "Man hat im Nachhinein auch gesehen, dass der eine oder andere Spieler die Erwartungen nicht erfüllt hat."
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