Die Austria wollte nicht nur ins Viertelfinale einziehen, sondern auch Revanche nehmen. Schließlich haben die Tiroler am 29. August im Horr-Stadion 3:0 gewonnen und der Austria damit die bisher höchste Saisonniederlage zugefügt. Die Austria erwischte auch den deutlich besseren Start, nach haarsträubendem Hauser-Fehlpass traf jedoch Linz aus kurzer Distanz lediglich die rechte Stange (14.).
Sein Stürmer-Kollege Stankovic machte es nach Klein-Querpass besser und stellte souverän auf 1:0 (18.). Der Ausgleich folgte nur drei Minuten später, Austria-Keeper Safar kam zu zögerlich aus seinem Tor, Schreter umkurvte ihn und stellte aus spitzem Winkel auf 1:1 (21.). Die Veilchen machten sich aber das Leben durch Undiszipliniertheiten und viele unnötige Passfehler schwer, Wacker blieb damit voll im Aufstiegsrennen.
In der Verlängerung musste es schließlich ein Verteidiger für die Austria richten. Nach schönem Lochpass von Baumgartlinger behielt Ortlechner alleine vor Planer die Nerven und schob abgebrüht zum 2:1 ein (103.). Die Austria ließ sich den Sieg trotz einer Gelb-Roten Karte für Leovac (109.) nicht mehr nehmen. Auch Wackers Torschütze Schreter flog noch mit Gelb-Rot vom Feld (119.).
Souveräner Rapid-Sieg
Rapid ist souverän ins Cup-Viertelfinale eingezogen. Die Hütteldorfer gaben sich vor 6.800 Zuschauern gegen den TSV Hartberg vor allem nach der Pause keine Blöße und siegten verdient mit 3:0 (0:0). Albaniens Teamstürmer Hamdi Salihi erzielte gegen den Vorletzten der Erste Liga die ersten beiden Treffer (47./Foulelfmeter, 69.), für den Schlusspunkt sorgte der eingewechselte Atdhe Nuhiu (84.). Die Wiener stehen damit wie im Vorjahr in der Runde der letzten Acht, damals war dort allerdings gegen Austria Kärnten auswärts mit 2:3 Endstation gewesen.
Sturm nur mit Mühe weiter
Mit viel Mühe ist Sturm Graz ins Viertelfinale vorgestoßen. Der Tabellenzweite der Bundesliga konnte beim oberösterreichischen Landesligisten Vorwärts Steyr den klaren Klassenunterschied nur selten ausspielen und setzte sich erst in der Verlängerung mit 1:0 durch. Das entscheidende Tor gelang im Finish Roman Kienast (114.). Der 26-Jährige hatte schon zuvor mehrere Chancen vergeben, freilich waren auch die mit viel Einsatz spielenden und phasenweise ebenbürtigen Oberösterreicher zu Möglichkeiten gekommen. So traf Lindorfer nach genau einer Stunde aus 18 Metern das leere Tor nicht. 6.000 Zuschauer sorgten im Vorwärtsstadion für blendende Stimmung und das nach Rapid - Hartberg am zweitbesten besuchte Achtelfinalspiel des Cups.
Mattersburg glanzlos, aber erfolgreich
In der Bundesliga Tabellenvorletzter, im Cup weiter im Rennen: Der SV Mattersburg hat mit einem bescheidenen 1:0-Erfolg bei Regionalligist Blau-Weiß Linz das Viertelfinale erreicht. Das Goldtor für die Burgenländer erzielte Patrick Bürger in der 52. Minute. Für die beherzt spielenden, aber letztlich zu wenig gefährlichen Oberösterreicher endete damit das Cup-Abenteuer, das ihnen in der zweiten Runde einen 3:1-Erfolg über Meister Red Bull Salzburg beschert hatte.
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