07.12.2020 14:00 |

Kerzen umgetreten

Wiener Terror-Gedenkstätte: Vandalin ausgeforscht

Jene Gesuchte, die in der Nacht auf Sonntag den Gedenkort an die Wiener Terroranschläge verwüstet hat, ist ausgeforscht worden: Aufmerksame Flughafen-Mitarbeiter haben die gebürtige Türkin anhalten können. Im Zuge der Einvernahme bestätigte die Verdächtige, Kerzen und Laub weggetreten zu haben. Die 56-Jährige dürfte nach Angaben der Exekutive an einer psychischen Beeinträchtigung leiden. 

Das Entsetzen über den unverständlichen Zerstörungsakt in der Wiener Innenstadt sitzt immer noch tief, doch Montagvormittag konnte zumindest die mutmaßliche Täterin gefasst werden: Am Flughafen Wien ging die Vandalin aufmerksamen Securitys ins Netz. Bei der Frau soll es sich um eine gebürtige Türkin handeln. Erste Meldungen, wonach bei der 56 Jahre alten Verdächtigen psychische Probleme vorliegen sollen, bestätigte die Wiener Polizei am frühen Montagnachmittag.

„Wirre Angaben“ bei Befragung
Die mutmaßliche Täterin sei einvernommen worden, berichtete die Polizei via Twitter. Sie habe „im Zuge der Befragung wirre Angaben“ gemacht, hieß es weiter. Bestätigt habe die Verdächtige aber, Kerzen und Laub weggetreten zu haben. „Eine Sachverhaltsdarstellung ist zur strafrechtlichen Überprüfung an die Staatsanwaltschaft Wien übermittelt worden“, hieß es. Zudem sei „ein Verwaltungsstrafverfahren wegen Verdachts der Störung der öffentlichen Ordnung“ eingeleitet worden. 

Frau für Verwüstung verantwortlich, nicht Föhnsturm
In der Nacht auf Sonntag war die Gedenkstätte für die Terroropfer in der Seitenstettengasse - wie berichtet - verwüstet worden. Nachdem es auch Vermutungen gegeben hatte, der Föhnsturm könnte die Kerzen umgeworfen haben, zeigten dann Videos, was tatsächlich geschehen war.

Auf Aufnahmen aus einer Überwachungskamera, die der „Krone“ zugespielt wurden, ist zu sehen, wie die nun gefasste Vermummte reihenweise Kerzen umtritt. Ob die Verdächtige alleine für das Chaos verantwortlich ist, muss jedoch noch geklärt werden.

Ein einzelnes Wort ist in dem Überwachungsvideo, das auf einem Smartphone abgespielt und abgefilmt wurde, als Kommentar laut und deutlich zu hören: „Schwein!“

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