27.11.2020 12:04 |

Bedarf gestiegen

Faßmann: Möglichst alle sollen zurück in Schulen

Am 7. Dezember sollen die Schulen wieder neu-normalen Betrieb aufnehmen - der konkrete Öffnungsplan ist aber nach wie vor unklar. Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) verwies am Freitag auf noch anstehende Gespräche über das Wochenende bzw. am Anfang nächster Woche. Am Mittwoch werde dann das Gesamtpaket präsentiert. Gleichzeitig machte er kein Hehl daraus, dass möglichst alle Schüler in die Klassen zurückkehren sollen. Der Betreuungsbedarf für die kommende Woche steigt leicht an.

Österreichweit haben sich laut Zahlen des Bildungsministeriums über alle Schultypen gerechnet im Schnitt rund 17 Prozent dafür angemeldet, in den ersten beiden Wochen waren es noch je 15 Prozent gewesen. Allzu groß sind die Unterschiede nach Bundesländern nicht: Am stärksten in Anspruch genommen wird die Betreuung vermutlich in Salzburg (20 Prozent), Vorarlberg, Tirol und Kärnten (je 19 Prozent). Wien und Oberösterreich kommen auf je 18 Prozent, die Steiermark auf knapp 16, Burgenland und Niederösterreich auf rund 13 Prozent.

Wie bisher werden auch in der kommenden Woche die mit Abstand meisten Kinder an den Volksschulen erwartet und die wenigsten an AHS-Unterstufen. Die Volksschulen, AHS-Unterstufen, Mittelschulen und Polytechnischen Schulen haben seit 17. November auf Distance Learning umgestellt. Gleichzeitig wird aber Betreuung und Lernunterstützung vor Ort angeboten.

„Ich weiß, was ich will“
Die Rückkehr zum Präsenzbetrieb ist für den 7. Dezember geplant. „Ich weiß, was ich will“, sagte Faßmann dazu am Freitag: Präsenzlehre sei dem Distance Learning vorzuziehen, zudem sei die Schule nicht nur ein Ort der Bildung, sondern auch sozialer Interaktionen. Man könne auch nicht über längere Zeit die Eltern mit einem großen Teil des Lernens belasten. Auch der Kontakt mit Gleichaltrigen sei für das Lernen wichtig.

Aus den Bildungsdirektionen sei eine zusätzliche Nachfrage von 1400 Laptops für schlecht ausgestattete Schüler in ganz Österreich gemeldet worden. Diese versuche man über die Bundesbeschaffungsagentur abzudecken, so Bildungsministeriums-Generalsekretär Martin Netzer. „Der Markt ist ziemlich ausgeräumt.“ Anders als beim ersten Lockdown im Frühjahr gebe es aber für Schüler ohne entsprechende Geräte die Möglichkeit, an den Schulen die EDV-Räume zu nutzen.

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