Weiterer Rückschlag

Erste Liga: Admira kommt in Grödig mit blauem Auge davon

Fußball
29.10.2010 22:33
Tabellenführer Admira Wacker hat in der 17. Runde der Ersten Liga den zweiten Rückschlag innerhalb von einer Woche hinnehmen müssen. Die Niederösterreicher kamen bei Nachzügler Grödig am Freitag über ein 1:1 nicht hinaus, erst ein Last-Minute-Treffer von Daniel Toth (93.) rettete der Elf von Dietmar Kühbauer einen Zähler. Vor sieben Tagen war man Austria Lustenau mit 1:2 unterlegen.

Die Admira konnte von Beginn an ihr Spiel nicht aufziehen, sah sich sogar mit einer leicht überlegenen Grödiger Elf konfrontiert, die durch Karner schon nach 15 Minuten zu einer guten Chance kam. Dass die Gäste auch defensive Schnitzer der Hausherren nicht nützen konnten, sollte sich nach rund einer Stunde rächen. Trotz engagierten Beginns der Niederösterreicher nach Wiederanpfiff ließ sich Ex-Rieder Jonathan nach Zuspiel von Ouedraogo auch von zwei Verteidigern nicht aus der Ruhe bringen und schoss zum 1:0 ein (60.).

Ouedraogo selbst vergab kurz darauf die große Chance auf das 2:0, wurde beim Tanz im "Strafraum" aber im Verbund von Goalie Berger und Dibon am Schuss gehindert (69.). Die Admira setzte zu einer harmlosen Schlussoffensive an und hatte die Niederlage bereits vor Augen. Mit einem Tausend-Gulden-Schuss aus 25 Metern sorgte Toth schließlich aber noch für den überraschenden Ausgleich.

Altach rückt Admira mit 3:1-Erfolg näher
Zu Beginn hatte die Elf von Eduard Glieder einen Schock zu verkraften: Hagspiel brachte FC Lustenau schon in der neunten Minute wie aus dem Nichts in Front, sein Schuss aus rund 20 Metern wurde noch abgefälscht und senkte sich unhaltbar für Goalie Kobras ins Tor. Altach-Verteidiger Sereinig traf kurz darauf nur die Stange, Lustenau blieb hingegen auf Konter bedacht und gefährlich und hatte knapp vor der Pause großes Pech, als ein indirekter Freistoß von Erbek einem Billardstoß gleich von beiden Stangen zurück ins Feld prallte.

Mit dem Halbzeit-Wechsel von Scherrer für Schütz bewies Glieder dann ein gutes Händchen. Erst bereitete der Neue mit einem schönen Solo die Vorlage auf Koch vor, der zum 1:1 traf (48.), dann besorgte er - etwas glücklich - nach einem Stangen-Abpraller aus zwei Metern die Führung (59.). Erst ab dieser Phase bemühte sich die kämpferisch starke Gäste-Elf zumindest eine Viertelstunde lang mehr ums Spiel, machte aber keinen Stich mehr. In der 66. Minute verhinderte Stojanovic sogar per Fuß gegen Ademi das 3:1.

Erfolgslauf von St. Pölten hält an
Die Niederösterreicher waren bei WAC/St. Andrä vor der Pause das bessere Team und hatten durch einen Weitschuss von Becirovic (12.) auch die beste Chance der Anfangsphase. Die Wolfsberger kamen erst nach 20 Minuten allmählich auf Touren, waren aber auch in der Folge nur selten gefährlich. Eine von Wojtanowicz mit dem Rücken leicht abgefälschte Becirovic-Flanke bescherte den Niederösterreichern nach einer halben Stunde dann die verdiente Pausenführung.

Kurz nach Wiederbeginn vergab der eingewechselte Fröschl eine gute Möglichkeit auf das 2:0, welches Wojtanowicz (52.) wenig später dann aber mit einem satten Weitschuss doch besorgte. Erst jetzt legten die Kärntner einen Gang zu, kamen auch zu einigen guten Möglichkeiten, welche sie aber nicht nutzen konnten. Wesentlich treffsicherer präsentierte sich weiter der bis dato torlose Wojtanowicz, der in der 77. Minute nach Zuspiel von Brandl seinen dritten Treffer nachlegte. In der Schlussphase gelang Reich aus einem Elfmeter noch der Ehrentreffer zum 1:3.

Austria Lustenau dreht Spiel gegen Gratkorn
Die ersten 60 Minuten gehörten klar den Gästen, sie wurden dafür in der 59. Minute durch die von Parapatits erzielte Führung belohnt. Der Ball war nach einem Eckball von Tesevic per aus spitzem Winkel abgegebenen Kopfball von Eibinger zum direkt vor dem Tor postierten Stürmer gekommen. Mit diesem Rückstand wachten die Gastgeber aber auf und erzielten nur vier Minuten danach fast durch eine Kopie des ersten Treffers den Ausgleich. Nach einer Flanke von Boller und einem Kopfball von Roth traf Pöllhuber.

Ab da kamen die Vorarlberger zu Torchancen fast im Minutentakt, waren aber erst in der 93. Minute erfolgreich. Nach Zuspiel von Krajic erzielte der in der 69. Minute eingewechselte Egharevba den Siegestreffer. In bisher 22 Duellen der beiden Teams verbesserten die Lustenauer damit ihre Bilanz auf sechs Siege bei je acht Remis und Niederlagen.

Hartberg feiert knappen Sieg bei der Vienna
Die Vienna vergab in einer schwachen, aber ausgeglichenen ersten Hälfte voller Kampf und Krampf die einzige echte Chance - Topic schoss aus elf Metern über das Tor (5.) - und wurde dafür bald nach Wiederbeginn bestraft: Strohmayer legte beim Versuch, dem Gegner den Ball abzunehmen, "ideal" auf Rakowitz vor, der aus kurzer Distanz viel Zeit vorfand, um Kuru zu bezwingen (54.).

Die Elf von Alfred Tatar versuchte in der Folge wohl, den Druck zu erhöhen, tat dies aber mit untauglichen Mitteln. Ideenlos vorgetragene Angriffe brachten nichts ein, die einzige Möglichkeit nach Hosina-Kopfball machte Hartberg-Goalie Wolfgang Schober mit einem guten Reflex zunichte. Die Steirer selbst vergaben im Konter ihrerseits zwei gute Chancen, das Spiel vorzeitig zu entscheiden.

Loading...
00:00 / 00:00
play_arrow
close
expand_more
Loading...
replay_10
skip_previous
play_arrow
skip_next
forward_10
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
explore
Neue "Stories" entdecken
Beta
Loading
Kommentare

Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.

Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.

Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.

(Bild: KMM)



Kostenlose Spiele