Corona-Ampel gelb

Oberösterreichs Schulen sollen offen bleiben

Die Zahl der Corona-Infektionen explodiert, aber die Bildungsampel bleibt in Oberösterreich weiter auf gelb. Massive Kritik kommt von Lehrergewerkschaft CLV.

Es sind Horrorzahlen, die sich im März noch niemand vorstellen konnte: 6643 Landsleute sind offiziell mit dem heimtückischen Corona-Virus infiziert, 369 liegen im Spital, 31 auf den Intensivstationen. Dort wird die Zahl der freien Intensivbetten für Covid-Patienten immer weniger, derzeit sind diese im landesweiten Schnitt bereits zu 70 Prozent ausgelastet.

Wenig Fallhäufung an heimischen Schulen
Der Präsenzunterricht inden oö. Schulen soll so lange wie möglich aufrecht erhalten werden - darin sind sich die Elternvereine LH-Vize Christine Haberlander und Bildungsdirektor Alfred Klampfer einig. „Mit Stand 30. Oktober, Vormittag, sind in ganz Oberösterreich 511 Schüler, 141 Pädagogen sowie 19 weitere schulbezogene Personen Corona positiv. Die 671 Fälle verteilen sich auf 236 Schulstandorte“, sagt Bildungsdirektor Klampfer. Bei der momentanen Schulampelfarbe Gelb bleibt der Normalbetrieb mit verstärkten Hygienebestimmungen aufrecht. Also ein verpflichtendes Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes außerhalb der Klassen- und Gruppenräumeoder Sport und Singen, wenn möglich, im Freien. Damit gelten ab Montag für alle Schulen weiter dieselben Hygiene- und Präventionsmaßnahmen wie bisher.

„Ein sicherer Ort“
„Schulen sind, wie bereits mehrfach erwähnt, derzeit noch vergleichsweise sichere Orte. Daher werden wir auch weiterhin versuchen, sie offen zu halten. Da sich bei den derzeitigen Entwicklungen alles täglich ändern kann, beobachten und beurteilen wir Fallhäufungen an Schulen immer separat. An einzelnen Standorten kann deshalb,auch bei der Ampelfarbe gelb, ein Umstellen auf Distance-Learning für die Oberstufen notwendig sein“, erklärt Bildungsreferentin Christine Haberlander die Lage.

Lehrer wollen besser schützt werden
Bei der Lehrerschaft hält sich die Begeisterung über das „Weiter machen!“ der Politik in eher engen Grenzen. „Wir brauchen mehr Infektionsschutz als sich die Hände waschen und in den Klassen einmal pro Stunde lüften“, sagt CLV-Landesobmann Paul Kimberger: „Wir brauchen kleinere Klassen und Gruppen, zum Beispiel durch Schichtbetrieb, Unterstützungspersonal, flächendeckend FFP2-Masken und raschere Testung und Auswertung bei Verdachtsfällen.“

Christoph Gantner, Lisa Stockhammer/Kronen Zeitung

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Sonntag, 29. November 2020
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