21.09.2004 13:43 |

Spam-Mails

Spammer nutzen immer häufiger "entführte" PCs

Die Absender von unerwünschten Werbe-E-Mails ("Spam") benutzen immer häufiger "entführte" Personal Computer von ahnungslosen PC-Nutzern, um ihre Inhalte im Netz zu verbreiten. "Rund ein Drittel des Spam stammt inzwischen von "unschuldigen" Systemen, die durch Computerviren oder Würmer gekidnappt wurden", sagte Gernot Hacker, Technologiechef des Sicherheitssoftware-Unternehmens Sophos.
"Die Verschleierung der Quelle und des Zielsvon Spam war schon immer teuer", sagte Hacker. "Kidnapping vonSystemen ist die neueste Methode." Die meisten unerwünschtenWerbemails stammen nach seinen Angaben aus den USA (42,5 Prozent).Bei den Herkunftsländern folgen dann Südkorea (15,4Prozent), China und Hongkong (11,6), Brasilien (6,2), Kanada (2,9),Japan (2,9) und Deutschland (1,3). Vor diesem Hintergrund seieninternationale Abkommen notwendig, da Spam von überall ausder Welt gesendet werden könne.
 
In Europa stammt nach Berechnungen von IDC bereitsjede dritte E- Mail von einem Spam-Versender. "In 2004 werdenin Europa 17 Milliarden Spam-Mails verschickt. Diese Zahl wirdbis 2007 auf 23 Milliarden anwachsen", sagte Thomas Raschke, Analystvon IDC.
 
Steigen werde auch die Zahl von Computerviren undWürmern, da inzwischen schon Kinder mit Hilfe von so genanntenConstruction Kits aus dem Internet die Schadensprogramme mit einigenMausklicks neu zusammen stellen und ins Netz senden könnten.
Donnerstag, 17. Juni 2021
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