Prozess in Ried

Hund vernachlässigt: Paar kam mit Probezeit davon

Dreimal steht Tierquälerei in dieser Woche am Verhandlungsplan der Richter in Ried. Es geht bei den Prozessen sowohl um Vernachlässigung, Verwahrlosung und Animal Hoarding als auch schwere Misshandlungen. Das Gesetzbuch sieht dafür Strafen bis zu zwei Jahre Haft vor. Ein Paar aus dem Innviertel kam aber mit einer Diversion, also ohne Vorstrafe, davon.

Von der Polizei musste das Paar (39, 52) aus Lohnsburg am Mittwoch zum Prozess in Ried vorgeführt werden. Beim ersten Prozess im Juli war die Frau nicht erschienen. Dabei hatten die Ungarin und ihr Lebensgefährte wenig zu befürchten, wie sich am Ende der Verhandlung herausstellte. Die Anklage: Shar-Pei Rüde Joe, den die Beiden zum Verkauf angeboten hatten,  wurde in ihrer Obhut von anderen Hunden schwer verletzt und schließlich von der Pfotenhilfe Lochen freigekauft. Dafür gab es eine Diversion mit zwei Jahren Probezeit. Der Pfotenhilfe muss das Paar die Tierarztkosten ersetzen.

Angeklagte kam nicht
Ebenfalls am Mittwoch sollte auch eine Frau (35) aus Braunau vor Gericht erscheinen, weil sie 14 Hunde in ihrer Kleinwohnung so schwer vernachlässigt haben soll, dass zwei davon vor der behördlichen Abnahme Ende Juni verstorben waren. Die Angeklagte, die sich derzeit in Salzburg aufhalten soll, erschien aber nicht zum Prozess. Es wurde vertagt und eine polizeiliche Vorführung angeordnet. Laut Informationen der Pfotenhilfe Lochen sucht sie im Internet längst wieder nach neuen Hunden.

Drohung mit Messer
Heute, Donnerstag, geht der Prozess gegen einen 19-Jährigen aus Braunau weiter. Er wird beschuldigt, einen Hundewelpen über Monate schwerst misshandelt zu haben. Der Jugendliche wartet auf seine Verhandlung in der Justizanstalt Ried, denn nach der Abnahme des Schäferrüden soll er einen Kater unerlaubt in seine Obhut genommen und Angehörige der Besitzerin mit einem Messer bedroht haben.

 OÖ-Krone
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Samstag, 31. Oktober 2020
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