02.10.2020 05:58 |

Kehrtwende

Google will Verlagen eine Milliarde Dollar zahlen

Google will Verlagen weltweit in den nächsten drei Jahren mehr als eine Milliarde Dollar (rund 854,1 Millionen Euro) für journalistische Inhalte zahlen. Das Projekt Google News Showcase starte ab sofort in Deutschland und Brasilien und solle künftig in andere Länder wie Argentinien, Australien, Großbritannien, Kanada, Belgien, die Niederlande und Indien ausgeweitet werden, teilte Google-Zentraleuropachef Philipp Justus am Donnerstag in einem Blogeintrag mit.

Googles Schritt gilt für viele in der Branche als Kehrtwende. Denn der größte Suchmaschinenbetreiber liegt seit Längerem im Clinch mit einigen Verlagen. Medienhäuser wie der „Bild“-Herausgeber Axel Springer hatten sich in den vergangenen Jahren vor Gericht um einen finanziellen Gegenwert für die Veröffentlichung von Pressetexten im Internet durch Google gestritten. Der Internetriese lehnte Zahlungen bisher ab und argumentierte, dass die Verlage letztlich dank Google durch höhere Nutzerzahlen auf ihren Seiten mehr Werbeerlöse erzielen. 

„Mit News Showcase und der neuen Einbindung redaktioneller Inhalte wie vom Spiegel zeigt Google, dass es ihnen ernst ist mit der Unterstützung von Qualitätsjournalismus in Deutschland“, sagte Stefan Ottlitz, Geschäftsführer des „Spiegel-Verlags“. „Wir freuen uns, vom Start weg dabei zu sein.“ Digital-Geschäftsführerin Carina Laudage von Gruner+Jahr Medien („Stern“) verspricht sich vom Projekt, „die Reichweite unserer digitalen Angebote weiter zu steigern und auch unsere Bezahlangebote bekannter zu machen“.

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