30.09.2020 13:00 |

Bewährtes Rezept

Mit „Bildungskarenz Plus“ Jobverlust verhindern

Bereits einmal, im Krisenjahr 2008, war die Tiroler „Bildungskarenz Plus“ ein erfolgreiches Modell im Kampf gegen die Arbeitslosigkeit. Aus- und Weiterbildung statt Kurzarbeit und Jobverlust lautete damals die Devise. So auch jetzt wieder. Land, AMS, Wirtschafts- und Arbeiterkammer ziehen dafür an einem Strang.

Die Mitarbeiter im Unternehmen halten und Kurzarbeit oder Kündigungen zu verhindern: Das ist das Ziel der neu aufgelegten „Bildungskarenz Plus“. Das Land und das Arbeitsmarktservice (AMS) fördern damit Unternehmer, die in die Aus- und Weiterbildung ihrer Mitarbeiter investieren. Angenehmer Nebeneffekt für sie: Durch die Höherqualifizierung der Mitarbeiter wird auch der Facharbeitermangel bekämpft.

2,9 Millionen für Erfolgsmodell
Denn die Corona-Krise habe deutlich gezeigt, „dass Menschen mit einem niedrigen Ausbildungsniveau leichter ihre Beschäftigung verlieren und dann schwerer wieder in den Arbeitsmarkt integriert werden können“, erklärte Bildungs- und Arbeits-Landesrätin Beate Palfrader. Während das Arbeitsmarktservice Tirol das Weiterbildungs- und das Bildungsteilzeitgeld finanziert, übernimmt das Land Tirol einen Teil der Ausbildungskosten. 2,9 Millionen Euro stellt das Land für das Erfolgsmodell bereit.

Auswirkungen der Pandemie abfedern
„Zeiten von Unterbeschäftigung im Betrieb mit Fortbildung zu überbrücken, ist arbeitsmarktpolitisch auf jeden Fall anzuraten und hilft, genauso wie die Kurzarbeit, die Auswirkungen der Covid-19-Pandemie auf den Arbeitsmarkt abzufedern“, betonte Alfred Lercher, designierter Landesgeschäftsführer des AMS.

Anpacken und Durchstarten
Einig wie selten sind sich Arbeiter- und Wirtschaftskammer in der Beurteilung der arbeitspolitischen Maßnahme: „Genau solche Unterstützungen zum Anpacken und Durchstarten, mit neuen Fachkompetenzen, beruflichen Qualifikationen und Perspektiven, braucht es jetzt – sowohl für die Tiroler Betriebe als auch für die Bevölkerung.“

Die Anmeldezahlen seit April seien bis dato aber „überschaubar“, sagte Palfrader. Die Frist wurde daher nun bis 30. Juni 2021 verlängert.

 Tiroler Krone
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