25.09.2020 13:40 |

Zeigt Gefahr an

Steiermark schaltet Corona-Ampel für die Pflege

Die Steiermark wird ab 1. Oktober eine eigene Corona-Ampel für Pflegeheime einführen. Diese orientiert sich an der Schaltung des Bundes donnerstags. Zweck ist vor allem, den Pflegeheimbetreibern, Bewohnern und Besuchern, aber auch in der mobilen Pflege einen Überblick über erforderliche Maßnahmen zu geben. Von Gesundheitslandesrätin Juliana Bogner-Strauß (ÖVP) bis Pflegeombudsfrau Michaela Wlattnig betonte man am Freitag Ausgewogenheit und Praxisnähe.

Landesrätin Bogner-Strauß appellierte bei der Präsentation in Graz zuvorderst an die Eigenverantwortung der Menschen: „Die Maske tragen, wo es erforderlich - und auch darüber hinaus.“ Mit der Ampel habe man für den stationären, mobilen und ambulanten Pflegebereich ein praxisnahes und transparentes Instrument geschaffen. „Wir haben unsere Lektionen aus dem Frühjahr gelernt. Wir wissen, es macht etwas mit den Menschen, wenn sie isoliert sind“, sagte die Landesrätin.

Ampelfarben auf Webseite einsehbar
Die Corona-Ampeln und die jeweils zugeordneten Empfehlungen für die Bereiche rot, orange, gelb und grün sind auf der Website des Landes Steiermark abrufbar und sollen auch in den Heimen und davor affichiert werden. Laut dem Sprecher des „Bündnis für gute Pflege“, Franz Ferner, gehe es um das notwendige Maß zwischen Schutz und menschlicher Wärme. Es gebe nun gut eingeübte Kommunikationskanäle. Die Ampel sei eine gute Hilfe, aber die Verantwortung bleibe bei den Betreibern. In der mobilen Pflege können auch Covid-19-positive Menschen zuhause betreut werden, durch Pflegepersonal in Schutzausrüstung. Davon sei bei den Trägern ausreichend eingelagert.

Dies wurde auch von der Landesrätin unterstrichen: Man habe für den Bedarf von drei Monaten Vorsorge getroffen, ein Monatsvorrat sei vor Ort, einer für zwei Monate in einem zentralen Depot und es werde sofort nachbeschafft. Zum Stand der Infektionen sagte die Landesrätin, es gebe in drei Heimen 39 Covid-positive Bewohner.

„Ruhig und besonnen angehen“
Laut Bogner-Strauß und Ferner entscheide über die Ampelschaltung die Politik, aber die steirischen Anweisungen würden den Trägern helfen, über die einzelnen Maßnahmen zu entscheiden. Selbst einige Infektionen in einem Heim würden nicht das Zusperren bedeuten, das könne man „ruhig und besonnen angehen“, sagte Ferner, selbst Geschäftsführer der Volkshilfe Steiermark.

Pflegeanwältin Wlattnig sagte, bei der Ampel gelte es auch immer die Balance zu finden, zwischen Schutz der Bewohner und dem Personal und den Regelungen. Die steirische Covid-Sommerakademie habe auch beigetragen, der Handlungsleitfaden sei gut gelungen. „Bewohner sind selbstbestimmt. Sie schaffen es in vielen Fällen gut und bewusst, mit den Vorgaben wie Hygiene- und Abstandsregelung umzugehen“, sagte Wlattnig.

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