Dichtes Tanzgeschehen?

27 Corona-Fälle im Schremser Hochzeits-Cluster

Die Hochzeitsfeier, die am 12. September in Schrems in Niederösterreich über die Bühne ging, zieht - wie berichtet - immer weitere Kreise. Mittlerweile bestätigten die Gesundheitsbehörden insgesamt 27 Infizierte, am Vortag waren es noch 15 gewesen. Auch wurde nun eine Verbindung zu einer Verlobungsfeier bestätigt, die eine Woche später, ebenfalls in Schrems, stattfand.

Wie es Donnerstagmittag aus dem Büro von Gesundheitslandesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig (SPÖ) hieß, fand am 19. September, ebenfalls in Schrems, eine türkische Verlobungsfeier statt - und an dieser nahmen auch Personen teil, die zuvor bereits die Hochzeit besucht hatten. Die Verlobungsfeier habe im Freien stattgefunden, umfasste insgesamt rund 100 Personen. Noch unklar ist, ob es zu weiteren Ansteckungen gekommen ist - positive Testergebnisse in diesem Zusammenhang liegen noch nicht vor.

Videos zeigen ausgelassenes Tanzen in Gruppen
Seit Bekanntwerden des Schremser Hochzeits-Clusters werden mutmaßliche Aufnahmen der Feier den Medien zugespielt - auch krone.at liegen zwei dieser privat aufgenommenen Clips vor. Zu sehen sind darauf zum einen Temperaturkontrollen am Eingang sowie das Einhalten der Sicherheitsabstände während des Festessens. Nicht eingehalten wurde der Babyelefant offenbar zum Teil auf der Tanzfläche. Auf einigen Aufnahmen sind Gruppen von jungen Männern zu sehen, die eng umschlungen und in türkische Fahnen gehüllt springen und tanzen.

Stadtchef: „Im Nachhinein als Fehler zu bezeichnen“
Ein Fest in dieser Dimension in Schrems zu ermöglichen, sei „im Nachhinein als Fehler zu bezeichnen“, räumte auch der Schremser Stadtchef Karl Harrer (SPÖ) ein. „Wir sind einem Trugschluss unterlegen, trotz der vermeintlichen Einhaltung der Maßnahmen ist es passiert“, gab der SPÖ-Politiker zu Protokoll und sprach von einer „dumm gelaufenen Geschichte“.

Gerade Feiern im Familienkreis hatten zuletzt zu einem Anstieg an neuen Fällen geführt - nicht nur in Niederösterreich, sondern auch in weiteren Bundesländern, etwa in Oberösterreich und im Burgenland. Nicht zuletzt deshalb empfahlen etwa die burgenländischen Behörden aufgrund der derzeitigen Lage, auf Familienfeiern möglichst zu verzichten oder diese zumindest zu verschieben.

Kronen Zeitung/krone.at

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