22.09.2020 18:54 |

Pandemie wütet weiter

Bereits mehr als 200.000 Corona-Tote in den USA

Die Zahl der Corona-Todesfälle steigt und steigt in den USA. Am Dienstag wurde die Schwelle von 200.000 Toten überschritten. Die USA stehen damit für rund jeden fünften Todesfall weltweit, seit Beginn der Pandemie wurden in dem Land rund 6,86 Millionen Infektionsfälle bestätigt - auch das ist ein internationaler Höchstwert. Dies geht aus Daten der Universität Johns Hopkins in Baltimore hervor.

Die jüngsten Anstiege bei den Infektionsfällen hängen auch mit der Zunahme der Tests zusammen. Am Samstag wurde in den USA ein neuer Rekordwert erreicht. Laut den Daten des sogenannten Covid-Tracking-Projekts an einem Tag mehr als eine Million Proben genommen. In der Woche bis 13. September waren es durchschnittlich nur 650.000 Tests pro Tag nach einem Höchstwert Ende Juli mit über 800.000 Tests pro Tag. Laut Experten müssten die USA jedoch auf sechs bis zehn Millionen Tests pro Tag kommen, um die Seuche unter Kontrolle zu bringen.

Viele Beobachter hatten zu Beginn der Pandemie vorausgesagt, dass die Zahl von 200.000 Toten in den USA wohl nicht überschritten werden wird. US-Präsident Donald Trump hatte Mitte April behauptet, in seinem Land werde es maximal 65.000 Covid-19-Tote geben, Anfang Mai hatte er dann von maximal 100.000 gesprochen. Wiederholt hatte er pessimistischere Szenarien seiner Berater infrage gestellt. Vor wenigen Tagen hatte Trump geäußert, er habe in der Virus-Krise als Präsident einen „phänomenalen Job“ gemacht.

Universität Washington: 410.000 Tote bis zum Jahresende
Die Universität Washington hatte Anfang September eine Prognose vorgestellt, wonach die Zahl der Virus-Toten in den USA bis zum Jahresende auf 410.000 ansteigen könnte. Die Corona-Neuinfektionen pro Tag bewegen sich in den USA weiter auf hohem Niveau. Zuletzt wurden täglich rund 40.000 bestätigte Neuinfektionen gemeldet - einmal mehr, einmal weniger. Experten zufolge müsste diese Zahl unter 10.000 gebracht werden, um die Pandemie unter Kontrolle zu bringen.

Brasilien und Indien auf den Plätzen zwei und drei
An zweiter Stelle der am schwersten betroffenen Länder steht derzeit Brasilien mit mehr als 137.000 Toten, gefolgt von Indien mit rund 89.000 Opfern. Relativ zur Einwohnerzahl hingegen ist die Zahl der Opfer unter anderem in Peru, Belgien und Spanien höher als in den USA.

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