In Leoben

Geplante Veranstaltungsstätte sorgt für Skepsis

Steiermark
16.09.2020 13:06

In der Leobner Kärntner Straße soll eine zweigeschossige Versammlungsstätte errichtet werden, am Mittwoch fand die Bauverhandlung statt. Die FPÖ fürchtet ein „islamisches Zentrum durch die Hintertür“ und kündigt „massiven Widerstand“ an.

„Neubau einer zweigeschossigen Versammlungsstätte und Errichtung von zwei Schutzdächern für drei Pkw-Abstellplätze bzw. zwei Pkw-Abstellplätze und Müllplatz, Errichtung einer Einfriedungsmauer“: Über dieses Bauvorhaben nahe der sogenannten Niederl-Siedlung wurde Mittwochvormittag im Leobner Rathaus verhandelt.

Klingt unspektakulär, doch die Gerüchteküche brodelt. Vor allem die FPÖ ist misstrauisch. Laut Gerd Krusche besteht „der dringende Verdacht, dass hier ein islamisches Kulturhaus durch die Hintertür errichtet“ wird. Die Bauverhandlung hätte keine Klarheit gebracht. Vom Projektwerber habe es geheißen, dass Räume für private Feiern vermietet werden. 

„Massiver Widerstand“
Rechtlich bewege sich alles im gesetzlichen Rahmen, räumt Krusche ein. Man werde das Thema aber in den Gemeinderat bringen und gegebenenfalls „massiven Widerstand gegen ein muslimisches Kulturzentrum“ leisten. Auch die Liste Reiter äußerte bereits Skepsis gegenüber des Vorhabens.

„Nähere Projektdetails nicht erforderlich“
Auf Anfrage der „Krone“ gibt es eine eher allgemein gehaltene Stellungnahme der Stadtgemeinde: „Laut öffentlicher Kundmachung der Baupolizei wurde vom Bauwerber eine Versammlungsstätte eingereicht. Nähere Projektdetails sind nach dem Steiermärkischen Baugesetz nicht erforderlich und vom Bauwerber auch nicht darzulegen. Bezüglich Details zum Gebäude wird auf das laufende Verfahren verwiesen.“ 

Erwähnt wird auch, dass niemand verpflichtet sei, eine bauliche Anlage tatsächlich bzw. sofort zu errichten, da die Baubewilligung eine Gültigkeit von fünf Jahren aufweise. 

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