16.09.2020 06:00 |

55 Tonnen Fracht

Nehammer bringt Moria-Hilfsgüter nach Athen

Die ÖVP bleibt bei der Debatte um die Aufnahme von Migranten aus dem abgebrannten Flüchtlingslager Moria auf der griechischen Insel Lesbos hart, zeigt sich aber umso eifriger bei der „Hilfe vor Ort“: Auf dem Flughafen Wien ist am Dienstagnachmittag ein russischer Transportflieger des Typs Antonow 124 gelandet. Das Flugzeug hat Hilfsgüter für die obdachlosen Migranten geladen, die Innenminister Karl Nehammer (ÖVP) am Mittwoch - exakt eine Woche nach dem verheerenden Brand - seinem griechischen Amtskollegen persönlich übergeben wird.

Österreich hat Griechenland die Bereitstellung von Hilfsunterkünften (ausgestattet mit Heizungen, Betten, Decken etc.) für 2000 Menschen inklusive Hygienepakete in Aussicht gestellt. Insgesamt 55 Tonnen Hilfsgüter als Soforthilfe werden zu der griechischen Insel gebracht, auf der seit dem Brand des Flüchtlingslagers Moria mehr als 12.000 Asylwerber obdachlos sind. Die Fracht hat ein Volumen von 300 Kubikmetern bzw. 150 Paletten. Sie wird mit der russischen Antonow 124, einem der größten Transportflugzeuge der Welt, am Mittwoch mit Innenminister Nehammer an Bord nach Athen gebracht.

Nehammer, der am gleichen Tag wieder zurückreist, war erst Ende August in Griechenland und hatte dort die griechisch-türkische Grenze sowie das Flüchtlingslager auf der Insel Chios besucht. Der Besuch wird auch nicht die letzte österreichische Ministervisite gewesen sein. Bereits am Donnerstag reist Außenminister Alexander Schallenberg (ÖVP) nach Griechenland und Zypern. Mit seinem Besuch will er den beiden Ländern im Konflikt mit der Türkei in aktuellen Gasstreit den Rücken stärken.

„Fliegender Güterzug“
Die deutsche Bundeswehr bezeichnet die Antonow 124 auf ihrer Internetseite als „fliegenden Güterzug“. Das Riesenflugzeug kann beispielsweise Panzer, Hubschrauber oder Lastwagen transportieren. Die Bundeswehr und andere NATO-Truppen nutzten das Flugzeug regelmäßig, um Großgeräte zu ihren Einsatzorten zu fliegen.

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