Tod von Renee Good

Trump räumt möglichen Fehler der Behörde ICE ein

Außenpolitik
20.01.2026 22:10
Porträt von krone.at
Von krone.at

US-Präsident Donald Trump hat am Dienstag mögliche „Fehler“ der Einwanderungspolizei ICE eingeräumt. Der Tod der Autofahrerin Renee Nicole Good in Minneapolis vor etwa zwei Wochen sei „eine Tragödie“, sagte er. Ihr Vater sei ein „enormer Trump-Fan“ gewesen.

„Ich hoffe, er sieht das immer noch so“, sagte der Republikaner weiter. Zuvor hatte seine Regierung Good als „inländische Terroristin“ dargestellt, die von einem Polizisten aus Notwehr mit drei Schüssen getötet worden sei, nachdem sie ihn „überfahren“ habe. Videoaufnahmen zeigen jedoch, dass Good ihr Fahrzeug von dem ICE-Beamten weg steuerte. US-Behörden gaben an, dass die 37-Jährige die Straße blockiert habe und Aufforderungen nicht nachgekommen sei. Good und ihre Ehefrau waren gerade unterwegs, um Nachbarinnen und Nachbarn zu unterstützen.

Mindestens zwei Kugeln trafen die 37-Jährige, eine davon tödlich. Sie erlitt eine schwere Kopfverletzung und wurde schließlich im Krankenhaus für tot erklärt. Der Tod der Dichterin und Mutter von drei Kindern hat eine neue Protestwelle ausgelöst. Viele Menschen gingen auf die Straße, legten Blumen nieder, zündeten Kerzen an und hielten Mahnwachen ab. Gefordert wurden und werden ein Ende der ICE-Einsätze sowie strafrechtliche Konsequenzen für die beteiligten Beamten.

„Haben es mit harten Menschen zu tun“
Am Dienstag sagte Trump nun, dass der Tod von Good eine „Tragödie“ sei. Die ICE-Polizistinnen und -polizisten würden „manchmal einen Fehler machen, das kann passieren“. Schließlich hätten sie es „mit harten Menschen zu tun“. Der US-Präsident hatte eine harte Gangart gegen Migrantinnen und Migranten ohne Papiere und gegen Demonstrierende in demokratischen Bundesstaaten angeordnet.

Die Regierung des US-Bundesstaats Minnesota hat das Weiße Haus wegen der Einsätze verklagt. Am Freitag schränkte eine Bundesrichterin die Befugnisse der Behörde ein. Ihrem Urteil nach dürfen friedliche Protestierende und Autofahrende weder festgenommen noch mit Pfefferspray vertrieben werden.

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