Rüstungskooperation
Renault will nun Militärdrohnen herstellen
Der Ukraine-Krieg und der Transformationsprozess in der Automobilbranche führen dazu, dass namhafte Produzenten und Zulieferer zunehmend in der Rüstungsbranche ein zweites Standbein suchen. So kündigte Porsche im Vorjahr an, angesichts sinkender Gewinne im Hauptgeschäftsfeld verstärkt in Rüstungs- und Sicherheitsbereiche zu investieren. Ähnliche Ideen gibt es auch bei VW. Nun hat Renault den Einstieg in die Produktion von Militärdrohnen verkündet.
Das französische Verteidigungsministerium habe die Renault Group gebeten, ihr Fachwissen in den Dienst der Entwicklung einer französischen Drohnenindustrie zu stellen, teilte ein Sprecher am Dienstag mit. Für das Projekt werde Renault unter der Schirmherrschaft der Generaldirektion für Rüstung mit dem französischen Unternehmen Turgis Gaillard zusammenarbeiten, das bereits eine Militärdrohne konzipiert hat.
Weitere Einzelheiten zu der Drohnenproduktion nannte Renault nicht. Das Unternehmen verfüge aber über ein begehrtes Know-how zur Konzeption, Industrialisierung und Serienfertigung hochtechnologischer Objekte unter Einhaltung von Qualitäts-, Kosten- und Terminvorgaben.
Entwicklung von „ferngesteuerter Langstreckenmunition“
Wie die Zeitung „Les Échos“ berichtete, geht es für beide Partner konkret darum, eine „ferngesteuerte Langstreckenmunition“ zu entwickeln, die auch für Beobachtungs- und Aufklärungsmissionen eingesetzt werden kann. Das Ziel sei es, monatlich etwa 600 Exemplare zu produzieren. Der Vertrag mit einem anfänglichen Volumen von 35 Millionen Euro könnte Renault über einen Zeitraum von zehn Jahren eine Milliarde Euro einbringen.










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