11.09.2020 12:41 |

Frequenzen versteigert

5G-Auktion spülte 202 Mio. Euro ins Budget

Die Versteigerung von Funkfrequenzen für die neueste Mobilfunkgeneration 5G hat weitere 202 Millionen Euro in den Staatshaushalt gespült. Für die Mobilfunker sind die neuen Frequenzen wichtig, um beim 5G-Netzausbau die großflächige Versorgung voranzutreiben. Telekom-Ministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP) spricht von einem „bedeutenden Meilenstein“.

„Alle Frequenzpakete aus den Bereichen 700, 1500 und 2100 MHz wurden vergeben“, teilte die Regulierungsbehörde RTR am Freitag mit. Insgesamt 1702 Katastralgemeinden - dazu haben sich die Mobilfunker verpflichtet - erhalten in Zukunft eine leistungsfähige Breitbandversorgung, so die Behörde.

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Wichtig ist, dass bislang unterversorgte Gebiete künftig eine deutlich bessere Anbindung erhalten werden.

Telekom-Ministerin Elisabeth Köstinger

Telekom-Ministerin Elisabeth Köstinger: „Wir wollen bis 2030 eine flächendeckende Versorgung mit festen und mobilen Gigabitanschlüssen sicherstellen und Österreichs Rolle als 5G-Vorreiter weiter ausbauen. Wichtig ist, dass bislang unterversorgte Gebiete künftig eine deutlich bessere Anbindung erhalten werden.“ Eine flächendeckende Versorgung mit schnellem Internet sei wichtig, um Chancengleichheit in allen Regionen Österreichs herzustellen, betont Köstinger.

Die Ministerin: „Wir wollen schnelles Internet in jeder Stadt, aber auch in jedem Dorf, vom Burgenland bis nach Vorarlberg. Es freut mich, dass die heutige Vergabe der Frequenzen insbesondere den 5G Ausbau in ländlichen Regionen rasch vorantreiben wird.“

Niedrigere Frequenzen haben höhere Reichweite
Es handelt sich - nach Verschiebungen aufgrund der Corona-Krise - um die bereits zweite 5G-Frequenzauktion: Im März 2019 wurden erste Frequenzen versteigert, damals spülte die Auktion 188 Millionen Euro in den Staatshaushalt.

Diesmal hatte man zunächst mit 300 Millionen Euro gerechnet, die Auktion sah allerdings Rabatte für Betreiber vor, die sich zum Netzausbau in unterversorgten Gebieten verpflichten. Trotz deutlich geringerer Erlöse als in Deutschland zeigt sich der Auktionsveranstalter RTR daher zufrieden mit dem Erlös.

Wurden 2019 die hohen Frequenzen im Bereich von 3,4 bis 3,8 Gigahertz versteigert, waren dieses Mal die niedrigeren Frequenzen an der Reihe. Sie besitzen bessere Ausbreitungseigenschaften und erlauben den Mobilfunkern, beim 5G-Ausbau nun die großflächige Versorgung am Land in Angriff zu nehmen.

5G bringt Internetnutzern neue Möglichkeiten
5G nennt man in der Mobilfunkbranche die nächste Netzgeneration, die mit besonders hohen Datenraten und schnellen Reaktionszeiten ganz neue Möglichkeiten für Internetnutzer und die Wirtschaft bringen soll. So gilt 5G etwa als Schlüsseltechnologie für selbstfahrende Autos oder Telemedizin.

Der superschnelle neue Mobilfunk soll in Zukunft aber auch Spiele-Streaming und neue Virtual-Reality-Anwendungen erlauben, bei denen die Rechenarbeit in der Cloud erledigt und das Geschehen direkt an VR-Brille oder Smartphone geschickt wird. Schnelle Reaktionszeiten sind hier essenziell, um ein flüssiges Nutzungserlebnis zu gewährleisten.

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