08.09.2020 14:42 |

Neuinfektionen

„Besorgt“: Anschober lässt Zahlen analysieren

Nach über 500 Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden in ganz Österreich, die am Dienstag von Innen- und Gesundheitsministerium vermeldet worden sind, hat Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) angekündigt, diese Zahl einer Analyse zu unterziehen. Entscheidend sei die Frage, ob es sich hier um einen einmaligen „erklärbaren Peak - nach längerer Stabilität - oder um einen steigenden Trend handelt“.

Trotz gleichzeitig 329 vermeldeten Neugenesenen sei es eine „besorgniserregende Zahl“, auch wenn Wien hauptsächlich betroffen sei und hier die Ursache in „Datenergänzungen“ liege. „Wir analysieren die Zahlen heute und morgen im ExpertInnenbeirat und mit den GesundheitsreferentInnen der Bundesländer“, so der Ressortleiter. Endgültig Aufschluss würden die Zahlen der nächsten Tage geben. Auch die Corona-Kommission, die am Donnerstag wieder zur bevorstehenden zweiten Ampelschaltung am Freitag tagen wird, setze intensiv mit den Entwicklungen auseinander.

„Nur“ Rückstau und Nachmeldungen?
Von den 520 Neuinfektionen kamen 340 aus Wien, die jedoch laut dortigem Krisenstab zum Teil auf ältere Testergebnisse zurückzuführen sind bzw. auf einen abgearbeiteten Resultate-Rückstau. Diese wurden nun ergänzt. In den vergangenen beiden Tagen lagen die aus Wien vermeldeten Fälle am Sonntag bei 64 und bei 75 am Montag vergleichsweise niedrig - insgesamt steigen sie aber. In den vergangenen sieben Tagen wurden 159 Personen pro Tag positiv auf SARS-CoV-2 getestet, in der Woche davor waren es laut Wiener Krisenstab noch 127 im Schnitt gewesen.

Aktive Fälle im Monatsvergleich deutlich höher
Weitaus geringer fiel der Anstieg bei den Patienten aus, die in einem Krankenhaus behandelt werden müssen: Dieser erhöhte sich von 163 Personen auf 170, mit 28 Erkrankten auf Intensivstationen - dieser Wert verringerte sich um eine Person. In den vergangenen 24 Stunden wurde ein weiterer Todesfall im Zusammenhang mit Covid-19 vermeldet. Aktuell gibt es 3711 „aktiv Infizierte“ in ganz Österreich - vor einem Monat lag dieser Wert noch bei 1386, das ist ein Anstieg um rund 2.300 Fälle. 120 Personen waren vor einem Monat hospitalisiert, diese Zahl ist inzwischen um über 40 Prozent gestiegen - und somit weitaus geringer als jene der aktiven Fälle.

Erstmals über 3000 stieg die Zahl aktiv Infizierter am Montag vor zwei Wochen: Am 28. August erreichte dieser Wert 3105, womit seither rund 600 weitere Fälle dazugekommen sind, war prozentuell ein Plus von fast 20 Prozent bedeutet. Die Zahl der Patienten in Spitalsbehandlung stieg seitdem um 35, was fast 26 Prozent ausmacht, die Zahl der Corona-Patienten auf Intensivstationen um fünf, und somit um knapp 22 Prozent.

„Entscheidende Phase“
„Es war zu erwarten, dass mit September und den Folgemonaten die Pandemie noch einmal an Tempo aufnimmt. Es ist dies jetzt eine entscheidende Phase“, sagte Anschober in einem Statement am Dienstagnachmittag. Betreffend Gratis-Impfung gegen das Coronavirus für alle Österreicher meinte Anschober, dass man natürlich einen möglichst barrierefreien Zugang wolle, betonte er abermals: Über Details müsse man aber noch in der Regierung verhandeln.

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