07.09.2020 17:33 |

Große Verzweiflung

Unwetter: „Mich hat es zum zweiten Mal erwischt!“

Erst am Freitag ist das Bundesheer aus den von Unwettern hart getroffenen Bereichen in und rund um Murau abgezogen. Am Sonntag schob sich unerwartet eine weitere Front der Zerstörung über das Katastrophengebiet, die wieder für einen Großeinsatz der Feuerwehren sorgte. Die Betroffenen sind mit den Nerven am Ende!

Es waren lange nicht alle Schäden behoben, die bei den schweren Unwettern Mitte August in Murau entstanden sind, schon zogen am Sonntag erneut bedrohliche Wolken am Himmel auf und sorgten für eine weitere Katastrophe; Bis zu 80 Liter Regen pro Quadratmeter prasselten auf die übersättigte Erde, erneut gingen Bäche über die Ufer, Hänge rutschen ab und Straßen wurden weggeschwemmt.

Hangrutsch vor dem Haus
„Ich bin komplett fertig, jetzt hat es mich zum zweiten Mal erwischt“, stöhnt Franz Schleifer aus Lassnitz bei Murau, der direkt neben dem Lassnitzbach wohnt. Das Brückengeländer ist, wie zum Teil auch die Straße, zerstört, ein großer Hangrutsch neben seinem Haus bereitet Sorgen: „Es sind riesige Steine runtergekommen, da ist mir die Angst aufgestiegen!“ Ähnlich erging es Günther Thallinger. Durch die Fluten wurde nicht nur sein Haus in Mitleidenschaft gezogen, sondern auch seine Wehr: „Das war ein Wahnsinn, Bäume und Geröll sind dahergeschossen gekommen!“

„Die Rückhaltebecken sind bummvoll, gehören sofort wieder ausgeräumt. Bereiche, die schon saniert waren, hat es wieder erwischt. Zuvor hat das Bundesheer ja schon mit Landwirten und der Feuerwehr Verklausungen entfernt und Bachbette verbreitert, das war jetzt sicher von Vorteil. Der Schaden vom Sonntag macht allein im Gemeindegebiet von Murau rund 500.000 Euro aus, bei den vorigen Unwettern in den Katastrophengebieten lag er bei 3,2 Millionen Euro. Man kann nur hoffen, dass es endlich vorbei ist“, ist der Murauer Bürgermeister Thomas Kalcher bedrückt.

Monika Krisper
Monika Krisper
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