23.07.2020 20:06 |

„Von China gekauft“

WHO-Chef wehrt sich gegen neuerliche US-Attacken

„Eine der größten Gefahren ist die Politisierung der Pandemie“, kritisiert WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus die US-amerikanischen Attacken auf die Weltgesundheitsorganisation. Derlei Aktionen würden den Kampf gegen das Coronavirus und die von ihm ausgelöste Krankheit Covid-19 erschweren.

Tedros bezeichnete am Donnerstag Vorwürfe, die US-Außenminister Mike Pompeo im Gespräch mit britischen Parlamentariern gemacht haben soll, als „absolut inakzeptabel“. Britische Zeitungen hatten über ein Gespräch Pompeos mit britischen Parlamentariern berichtet, in dem Pompeo Tedros erneut unterstellte, von China „gekauft“ worden zu sein. Mehrere Teilnehmer bestätigten die neuerliche Attacke - der US-Außenminister habe sich dabei auf Geheimdiensterkenntnisse berufen.

Konzentration auf die Pandemie
„Covid-Politisierungen sollten in Quarantäne geschickt werden“, sagte Tedros. Auch die amerikanische WHO-Epidemiologin Maria van Kerkhove schlägt in dieselbe Kerbe: Man werde sich nicht vom Fokus zur Eindämmung des Virus ablenken lassen, erklärte sie am Donnerstag. Van Kerkhove sprach zudem sowohl Tedros als auch Nothilfekoordinator Mike Ryan ihr volles Vertrauen aus. „Wir sind stolz, die WHO zu sein“, erklärte Ryan. „Wir werden der Welt weiter dienen, egal, was gesagt wird.“

Die USA werfen der WHO vor, die Gefahr durch das Virus auf Geheiß Chinas anfangs heruntergespielt zu haben. Sie haben deshalb ihren Austritt aus der WHO verkündet. Kritiker sagen, US-Präsident Donald Trump wolle damit von seinem eigenen Krisenmanagement ablenken.

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