"Es ist die unendliche Geschichte", warf Richter Bruno Angerer (Bild) am Freitag dem Angeklagten verärgert entgegen. Verärgert war der Herr Rat deshalb, weil der uneinsichtige Jüngling die Vergleichsvereinbarungen nicht eingehalten hatte. "Zwei Mal haben wir bereits vereinbart, dass sie ein Bußgeld zahlen. Ich habe Ihnen sogar eine Ratenzahlung gestattet und keine Ihrer Verpflichtungen haben Sie eingehalten", war der Richter wütend.
Der 20-Jährige öffnete weder die Mahnbriefe, noch ging er ans Telefon wenn die Behörden anriefen. "Jetzt haben sie wegen dieser dummen Tat eine Vorstrafe in Ihrer Akte", machte der Staatsanwalt dem Angeklagten klar.
Die dumme Tat war: Der 20-Jährige, der vom Kinderbetreuungsgeld lebt, fälschte sein Zivildienst-Abschlusszeugnis, um bei der Uni Innsbruck einen Job zu bekommen. Anklage: Urkundenfälschung. Strafandrohung: bis zu 1,5 Jahre Haft. Urteil: 600 Euro bedingte Geldstrafe.
von Matthias Holzmann, Tiroler Krone
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