Der Fahrzeughalter ist Türsteher und leitet bei einem großen Tiroler Autohaus die Gebrauchtwagenabteilung. Als sein Audi A8 des nächtens abbrannte, hatte er bald Ersatz gefunden. Da es Brandstiftung war, zahlte die Versicherung einen großen Geldbetrag.
Der Staatsanwaltschaft war der Fall nicht geheuer. Man ermittelte in Richtung Versicherungsbetrug, doch als der Türsteher nachweisen konnte, dass er vor dem Brandanschlag einen Käufer an der Angel hatte, der bereit gewesen war, eine höhere Summe als die Versicherung zu zahlen, wurden die Ermittlungen eingestellt.
Die Fahnder stützten sich von da an auf ein Videoband von der Tatnacht. Darauf sah man den brennenden A8 und das Auto des Freundes von dem Türsteher. Dieser wurde angeklagt. Doch eine eindeutige Identifizierung gab es nicht. Freispruch.
Ein weiterer Tiroler wurde durch Gerüchte belastet. Er bestritt die Tat jedoch. Dubios ist nun nur, dass dieser Herr kurz nach der Tat ein neues Auto erwarb. Und zwar exakt von der Marke, die der Türsteher in seinem Autohaus vertreibt. Belohnung für die Brandstiftung? Aber: Türsteher haben nicht nur Freunde, vielleicht war es auch einfach nur ein Racheakt…
von Matthias Holzmann, Tiroler Krone
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