Urlauber als Risiko

Corona-Kurve könnte bald „Zenit“ erreichen

Die gute Nachricht zuerst: Sonntagabend, 17 Uhr, lag die Zahl der aktuell in Oberösterreich an Corona Erkrankten mit 566 nur um vier Fälle höher, als 24 Stunden zuvor. Dennoch wurden 70 Neuinfektionen an einem Tag gezählt. Das bedeutet, dass die Zahl der Genesenen gestern fast so hoch war, wie jener, die sich neu infizieren. Damit könnte der Gipfel der Kurve bald erreicht sein.

Doch noch ist dies nicht passiert. Und weil die Zahl jener, die aus dem Ausland zurück nach Oberösterreich kommen und Corona im Gepäck haben, steigt, bleibt das Risiko der Einschleppung groß. Wie berichtet, waren am Samstag 45 Corona-Patienten binnen zwei Wochen nach OÖ aus dem Ausland eingereist, am Sonntag waren es schon um drei mehr – zwei Infizierte kamen aus dem Kosovo, einer aus Serbien – siehe Grafik.

Kontrollen, sonst laufen Maßnahmen ins Leere
„Wir dürfen nicht riskieren, dass durch eingeschleppte Infektionen die hohe Disziplin der Oberösterreicher zunichte gemacht wird und die Akzeptanz der notwendigen Maßnahmen, wie Maskenpflicht, sinkt“, fordert LH Thomas Stelzer lückenlose Kontrollen an den Grenzen, „ansonsten laufen unsere Anstrengungen teilweise ins Leere“.

Größte Cluster nicht „eingeschleppt“
Wie viele Infektionen auf „Urlauber-Mitbringsel“ zurückzuführen sind, ist unklar. Wie berichtet, löste ein Paar in Mauthausen und Perg einen Cluster von 15 Covid-Fällen aus. Der größte Cluster, jener der rumänischen Freikirche in Linz mit 230 Fällen und der einer bosnischen Großfamilie im Innviertel mit 36 Erkrankten dürften dagegen nicht auf Auslandsreisen zurückzuführen sein.

Markus Schütz
Markus Schütz
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Montag, 10. August 2020
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