04.07.2020 18:30 |

Strenge Regeln

Bringt die Sommer-Reiseflut den Corona-Tsunami?

Die Sommerferien beginnen mit strengen Regeln für Urlaube im Süden. Kroatien verkündete eben erst den „schlimmsten Tag“ seit dem Corona-Ausbruch, weshalb Slowenien sein Nachbarland umgehend für „nicht mehr Corona-sicher“ erklärte. Und auch in Spanien und Italien gelten nach wie vor strenge Bestimmungen.

In Kroatien klettert die Zahl der Corona-Neuinfektionen immer schneller nach oben. Binnen 24 Stunden wurden 96 Fälle bestätigt. So viele Neuinfektionen gab es in dem Land seit Beginn der Pandemie nur am 1. April - damals aber noch ohne Todesfälle. Darum berichteten kroatische Medien jetzt über den „schlimmsten Tag“ des Landes in der Corona-Zeit.

Infolge der hohen Infektionszahlen hat Slowenien am Samstag sein Nachbarland von der Liste der Corona-sicheren Länder gestrichen. Damit dürfen kroatische Staatsbürger ohne Corona-Test in der Regel nicht mehr über die Grenze. Der Test darf nicht älter als 36 Stunden sein und muss im Gebiet der Europäischen Union gemacht worden sein.

Fahrt durch Slowenien bleibt weiter gestattet
Anders ist das für Österreicher, die etwa in den Urlaub oder aus dem Urlaub zurück in die Heimat wollen. Die Durchreise binnen zwölf Stunden ist weiterhin erlaubt. Verboten sind jedoch alle „unnötigen Aufenthalte“. Dazu zählen auch Besuche von Sehenswürdigkeiten oder Übernachtungen. Tankstopps und Toilettenpausen sind natürlich gestattet.

Bei den Zwischenstopps dürfen höchstens fünf Personen gleichzeitig das Auto verlassen. Sie müssen die Hygieneanweisungen befolgen: In allen öffentlichen Räumen - also auch Tankstellen - gilt Maskenpflicht. Zudem müssen sich Kunden beim Betreten die Hände desinfizieren. Dennoch rät das österreichische Außenministerium von Reisen nach Kroatien sowie allen nicht dringend notwendigen Auslands-Trips ab.

Verschärfungen in Italien und Spanien
Auch die norditalienische Region Venetien plant ab Montag die Verschärfung der Anti-Covid-19-Sicherheitsvorkehrungen. Auslöser ist ein neuer Infektionsherd in Vicenza, nachdem dort ein Unternehmer erkrankt aus Bosnien zurückgekehrt war. Daraufhin stieg der Reproduktionsfaktor in Venetien von 0,43 auf 1,63.

Am Samstag hat dann auch die spanische Region Katalonien angesichts eines deutlichen Anstiegs von Corona-Infektionsfällen erneut strenge Ausgangsbeschränkungen für mehr als 200.000 Menschen verhängt.

Kronen Zeitung

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