30.04.2020 17:05 |

Zettel gefunden

ÖVP, IKG & Freimaurer hinter „Ibiza-Verschwörung“?

Das Ibiza-Video hatte nicht nur die türkis-blaue Koalition beendet, sondern auch Heinz-Christian Straches politische Karriere. Just an jenem Tag, an dem er seine Kandidatur für die Wien-Wahl bekannt gegeben hat und damit den Versuch eines politischen Comebacks startet, sind nun Unterlagen, die bei der Durchsuchung seines Anwesens im Zuge der Casino-Affäre beschlagnahmt wurden, an die Öffentlichkeit gelangt. Wie der „Standard“ schreibt, konzentrieren sich Straches Akten aber auf eine Verschwörung, an deren Spitze die Israelitische Kultusgemeinde (IKG), die ÖVP und Freimaurer gesehen werden.

Nach wie vor ermittelt die Soko Ibiza rund um die Affäre, die dem ehemaligen Vizekanzler Strache seinen Job kostete. Der betonte immer wieder, Opfer einer Verschwörung geworden zu sein. Auf dem in einer Villa auf Ibiza aufgezeichneten Video ist Strache mit seinem früheren Parteikollegen Johann Gudenus zu sehen. Strache versucht darin, einer vermeintlichen Oligarchennichte Parteispenden zu entlocken, und verspricht im Gegenzug politische Gefälligkeiten. 

Bei wem sich Strache damals verplauderte, ist bis heute nicht restlos geklärt. Doch die Ermittler der Justiz sind nicht die Einzigen, die Akten zur Causa Ibiza anlegen. Auch der Ex-FPÖ-Chef hatte diverse Unterlagen in seinem Haus, die bei einer Durchsuchung sichergestellt wurden. In den Aufzeichnungen befindet sich auch ein Zettel mit einer Netzwerkgrafik, die handschriftliche Notizen trägt. Das Bundesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (BVT), „Oligarchen, Freimaurer und die IKG“ stehen in der ersten Reihe, dazu die Namen einiger Personen, die ihre Beteiligung an dem Video schon vehement von sich gewiesen haben.

Straches Anwalt: „Akten wurden zugespielt“
Straches Anwalt betonte gegenüber dem „Standard“, die Unterlagen seien seinem Mandanten zugespielt worden. Die dubiosen Akten stützen sich hauptsächlich auf (teilweise bereits widerlegte) Gerüchte und Widersprüche rund um die Ibiza-Affäre. So wird in den Unterlagen erwähnt, dass Gudenus, bekanntlich zweiter Hauptdarsteller des Ibiza-Videos, 200.000 Euro von einem Anwalt in Verbindung mit dem Ibiza-Video erhalten haben soll. Vice versa soll ihm aber laut einer anderen Notiz schon 2017 das Video angeboten worden sein - zum Preis von 400.000 Euro.

Gudenus mit Seitenhieb auf Strache
Gudenus weist dies zurück und erlaubt sich auch einen Seitenhieb gegen seinen ehemaligen Parteichef: „Sie werden in meinem Bereich auch keine Fotos von prall gefüllten Sporttaschen finden.“ Im Zuge der Ibiza-Ermittlungen waren Fotos aufgetaucht, die Taschen voller Geld in Straches Dienstauto zeigen sollen. Geschossen hat die Bilder laut eigenen Angaben der frühere Leibwächter des Ex-Vizekanzlers. Strache bestreitet dies allerdings. 

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